Teil eines Werkes 
1.-3. Bdchn (1847)
Entstehung
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„Nein, ſondern ich liebe Euch, mein zärtliches Kind, und möchte von Herzen gern etwas thun, was

Euch geſiele, unter der Bedingung, daß ich dadurch

nicht den ernſten Intereſſen ſchaden würde, welche ein König immerhin vor jeder Zuneigung im Auge halten

muß. Und hört, Diana, um Euch einen Beweis zu

geben, will ich Euch vor Allem den Erfolg der zwei Geſuche nennen, die Ihr an mich gerichtet habt. Die gute Schweſter Monica, die Euch ſo ſehr geliebt und in Eurem Kloſter der Töchter Gottes gepflegt hat, iſt

auf Eure Empfehlung zur Aebtiſſin des Kloſters Origny

in Saint⸗Quentin ernannt worden.“

„Ohl wie dank' ich Euch, Sire!“

„Was den braven Antvine, Euren Lieblingsdiener in Vimoutiers betrifft, ſo erhält er ſein ganzes Leben lang eine Penſion aus unſerem Staatsſchatz. Ich be⸗ daure ſehr, Diana, daß der gute Enguerrand nicht mehr lebt, wir hätten gern unſere Dankbarkeit dieſem würdigen Stallmeiſter bewieſen, der unſere theure Toch⸗ ter Diana ſo glücklich erzog. Doch Ihr habt ihn, glaube ich, im vorigen Jahr verloren und er hinterläßt nicht einmal einen Erben.“

„Sire, das iſt wahrhaftig zu viel Großmuth und e.“ „Hier ſind auch die Patente, welche Euch den Titel einer Herzogin von Angouléme verleihen, und das iſt noch nicht der vierte Theil von dem, was ich für Euch zu thun wünſchte. Denn ich ſehe Euch zu⸗ weilen tränmeriſch und traurig, und ich beeilte mich deshalb, mit Euch zu ſprechen, von dem Verlangen be⸗ ſeelt, Euch zu tröſten oder Cure Leiden zu heilen. Redet, mein Kind, ſeid Ihr denn nicht glücklich?“

„Ah! Sire,“ erwiederte Diana,„warum ſollte ich 4

es nicht ſein, umgeben von Eurer Liebe und Euren Wohlthaten? Ich verlange nur Eines: daß die

freudenvolle Gegenwart ſich fortſetze. Die Zukunft, ſo

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