Teil eines Werkes 
1.-3. Bdchn (1847)
Entstehung
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Euch vor der Ceremonie ſehen und bin froh, daß ich Guch geſehen habe. Diana ich gehöre nun ganz Euch, 1 folgt mir.“

Diana machte eine tiefe Verbeugung und ſchickte ſich an, dem König zu folgen.£ ——

VI.

Diana von Caſtro.

Diana von Caſtro, die wir als Kind geſehen, zählte nun ungefähr achtzehn Jahre; ihre Schönheit hatte alle ihre Verſprechungen gehalten und ſich auf eine zugleich regelmäßige und reizende Weiſe entwickelt; der eigen⸗ thuͤmliche Ausdruck ihres ſanften und zarten Geſichtes war eine jungfräuliche Reinheit. Diana von Caſtro war dem Charakter und dem Geiſte nach das Kind ge⸗ blieben, das wir kennen. Sie war noch nicht dreizehn Jahre alt, als der Herzog von Caſtro, den ſie ſeit ihrem Hochzeitstage nicht mehr geſehen, bei der Belagerung von Hesdin getödtet wurde. Der König ſchickte das verwitwete Kind, um das Trauerjahr daſelbſt zuzu⸗ bringen, nach dem Kloſter der Töchter Gottes in Paris, und Diana fand hier ſo theure Neigungen und ſo füße ite ſie ihren Vater um Erlaubniß bat, bei den gute onnen und ihren Gefährtinnen bleiben zu dürfen, bis es ihm gefiele, abermals über ſie zu ver⸗ fügen. Man konnte ein ſo frommes Vorhaben nur achten, und Heinrich hatte Diana erſt vor einem nat aus dem Kloſter treten laſſen, ſeitdem der Connetab von Montmorench, eiferſüchtig auf das Anſehen, da die Guiſen in der Regierung gewonnen, für ſein