Trotz dem König, dem Papſt und der ganzen Welt, iſt es mein Wille, daß dies geſchehe, Diana. „Aber, mein Freund.. 8 „Ah!“ rief der Connetable,„wenn ich Euch ſage, daß ich es will, Pater noster!...* „Es wird alſo geſchehen, mein Freund,“ ſprach
Diana haſtig und erſchrocken.
V.
Das Gemach der Rinder von Frankreich.
Als der König in ſeine Wohnung zurückkehrte, fand er ſeine Tochter nicht. Der Huiſſier vom Dienſte mel⸗ dete ihm, Frau Diana ſei, nachdem ſie lange Zeit ge⸗ wartet, in die Wohnung der Kinder von Frankreich gegangen und habe gebeten, ſie zu benachrichtigen, ſo⸗ bald Seine Majeſtät zurückgefehrt wäre.
„Es iſt gut,“ ſprach Heinrich,„ich will ſie ſelbſt vort aufſuchen. Man laſſe mich, ich will allein gehen.“
Er durchſchritt einen großen Saal, dann einen langen Gang, öffnete ſachte eine Thüre und blieb ſtehen, um hinter dem Vorhange durchzuſchauen. Das Ge⸗ ſchrei und das Gelächter der Kinder hatten das Ge⸗ räuſch ſeiner Schritte bedeckt und er konnte, ohne ge⸗ ſehen zu werden, das reizendſte, anmuthigſte Gemälde betrachten.
Am Fenſter ſtand Maria Stuart, die junge bezau⸗ bernde Braut, ſie hatte um ſich her Diana von Caſtro. Eliſabeth und Margarethe von Frankreich, alle drei eifrig plaudernd und beſchäftigt, eine Falte an ihrem Kleide zu tilgen, eine in Unordnung gebrachte Locke


