Teil eines Werkes 
1.-3. Bdchn (1847)
Entstehung
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„Um ſo mehr, als Du es gerade um bvie Hälfte

über ſeinem Werthe anſchlägſt, Diana.“

„Wiel! iſt es nur hundert tauſend Livres werth? Nun! das iſt ganz einfach, dann verzichte ich auf das Halsgeſchmeide.“

„Bah!“ verſetzte der König lachend,„wir haben irgendwo drei oder vier erledigte Compagnien, welche das Collier bezahlen können.“

„Oh! Sire, Ihr ſeid der Großmüthigſte der Kö⸗ nige, wie Ihr der Geliebteſte der Liebenden ſeid.“

„Ja, Du liebſt mich wahrhaftig, wie ich Dich liebe, nicht wahr, Diana?“

„Er fragt noch!“

„Siehſt Du, ich bete Dich immer mehr an, denn Du biſt immer ſchöner. Ah! welch ein ſüßes Lächeln haſt Du, o Holde! Ah! wie iſt Dein Blick ſo reizend! Laß mich, o laß mich zu Deinen Füßen. Lege Deine weißen Hände auf meine Schultern. Wie ſchön biſt Du, Diana! Diana, wie liebe ich Dich! Ich könnte Dich ſo Stunden, Jahre lang betrachten; ich würde darüber Frankreich, ich würde die Welt vergeſſen.“

„Und ſogar die feierliche Hochzeit Seiner Hoheit des Dauphin,“ ſprach Diana lachend,„und ſie findet doch heute in zwei Stunden ſtatt. Und wenn Ihr ſchon

bereit und herrlich ſeid, Sire, ſo bin ich noch gar nicht

bereit. Geht, mein König, es iſt, glaube ich, Zeit, daß ich meine Frauen rufe. Sogleich wird es zehn Uhr ſchlagen.“ „Zehn Uhr!“ verſetzte Heinrich,„ich habe in der

5 That ein Rendezvvus für dieſe Stunde.“

„Ein Rendezvvus, Sire? mit einer Frau vielleicht!“

„Mit einer Frau.“

„Und hübſch ohne Zweifel?“

„Ja, Diana, ſehr hübſch.“

„Dann iſt es nicht die Königin.“

„Boshafte! Catharina von Medicis hatte ihre Schön⸗ heit, eine ſtrenge, kalte, aber eine wirkliche Schönheit. Doch

ich erwarte nicht die Königin. Du erräthſt nicht, wen?“

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