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½) Bilbhauer und Baumeiſter unter Franz 1. und Hein⸗
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Degen, einen weißen venetianiſchen Spitzenkragen und einen mit goldenen Lilien beſäten Sammetmantel, der an⸗ muthig über ſeine Schultern herabhing. Dieſe Kleidung war von einem ſeltenen Reichthum und der Cavalier von ausgeſuchter Zierlichkeit.
Wir haben mit zwei Worten geſagt, daß Diana ein einfaches, weißes Morgengewand von ſeltſamer Durchſichtigkeit und Feinheit trug; ihre göttliche Schön⸗ heit zu ſchildern, wäre minder leicht; man vermöchte nicht zu ſagen, ob das Kiſſen von ſchwarzem Sammet, worauf ſie ihren Kopf ſtützte, oder das glänzend weiße Kleid, das ſie umhüllte, mehr den Schnee und die Lilien ihres Teint hervorhoben. Und dann war es eine Voll⸗ endung zarter Formen, worüber ſelbſt Jean Goujon*) in Verzweiflung gerieth. Es gibt keine tadelloſere an⸗
tike Statue, und die Statue war lebendig, und ſehr
lebendig, wie man ſagt. Was die über ihre reizenden Glieder verbreitete Anmuth betrifft, ſo darf man es nicht verſuchen, darüber zu ſprechen. Das läßt ſich eben ſo wenig darſtellen, als ein Sonnenſtrahl. Ein Alter hatte ſie nicht, ſie war in dieſem Punkte, wie in ſo vielen andern, den Unſterblichen ähnlich; nur erſchie⸗ nen die Friſcheſten und Jüngſten neben ihr alt und run⸗ zelig. Die Proteſtanten ſprachen von Liebestränken und
geheimen Mitteln, mit deren Hülfe ſie ſtets ſechzehnjäh⸗
rig bleibe. Die Katholiken ſagten nur, ſie nehme alle Tage ein kaltes Bad und waſche ſich das Geſicht ſogar im Winter mit Eiswaſſer. Man hat die Recepte von Diana aufbewahrt, doch wenn es wahr iſt, daß die Diana mit dem Hirſch von Jean Goujon nach dieſem königlichen Modell gebildet wurde, ſo hat man ihre Schönheit nicht wiedergefunden.
rich U., der franzöſiſche Phidias genannt, wurde in
der Bartholomänsngcht 1562 als Hugenott ermordet.


