Teil eines Werkes 
1.-3. Bdchn (1847)
Entstehung
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um meine Rechte zu mißbrauchen, wie Ihr denken könnt. Ich hatte im Gegentheil die Abſicht, eine edle, reizende Dame der Gewaltthätigkeit der Soldaten zu entziehen. Seitdem habe ich jedoch geſehen, daß es der Schönen nicht widerſtreben würde, ſich auf die Seite der Sieger zu ſchlagen, und daß ſie gern, wie der gal⸗ liſche Soldat rufen dürfte: Vae victis! Inſofern ich aber leider weniger als je geneigt bin, das Echo zu bilden, ſo kann ich ſie, wenn Ihr es wünſcht, hierher zu einem Manne führen laſſen, der ihre Reize und ihren Rang zu ſchätzen würdig iſt.“

„Oh! oh!“ rief der Herzog lachend,„das iſt eine Strenge, welche beinahe nach den Hugenotten riecht. Solltet Ihr etwa eine Neigung für die Leute dieſer Religion haben? Ah! nehmt Euch in Acht, mein Freund. Ich bin aus Ueberzeugung und, was noch ſchlimmer

iſt, aus Politik ein eifriger Katholik. Ich würde Euch

ohne Barmherzigkeit verbrennen laſſen. Doch Scherz bei Seite, warum des Teufels ſeid Ihr nicht ein wenig leichtfertig?“ „Vielleicht weil ich verliebt bin,“ ſagte Gabriel. „Ah! ja, ich erinnere michz ein Haß, eine Liebe.

MNun wohl, kann ich Euch vielleicht dazu dienlich ſein,

daß Ihr Euren Feinden oder Eurer Freundin näher kommt? Solltet Ihr vielleicht Titel nöthig haben?“ „Ich danke, gnädigſter Herr, das iſt es auch nicht, was mir fehlt; ich habe Euch, als ich anfing, geſagt, daß ich nicht nach unbeſtimmten Ehrenſtellen, ſondern nach ein wenig perſönlichem Ruhm trachte. Da Ihr nun glaubt, es ſei nicht mehr viel hier zu machen und ich könne Euch kaum zu etwas nützlich ſein, ſo wäre es eine große Freude für mich, wenn Ihr mich nach Paris ſchicken wolltet, um dem König für die Heirath Eurer königlichen Nichte die Fahnen zu überbringen, welche Ihr in der Lombardei und in den Abruzzen ge⸗ wonnen habt. Mein Glück würde beſonders den höch⸗ ſten Grad erreichen, wenn Ihr durch einen Brief Sei⸗