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meine Schuld nun ebenfalls an Euch abzutragen? Ich will auch nicht zu ſehr zurückbleiben, mein Freund. Könnte ich Euch nicht in irgend einer Beziehung nütz⸗ lich oder angenehm ſein? Sprecht, ſagt es offen⸗ herzig.“
„Ohl durchlauchtigſter Herr, Ihr ſeid zu gnädig
gegen mich,“ verſetzte Gabriel,„und ich ſehe nicht..
„Seit den fünf Jahren, die Ihr heldenmüthig un⸗ ter den Meinigen kämpft, habt Ihr nicht einen Pfen⸗ nig von mir angenommen. Ihr müßt Geld nöthig haben, was Teufels! Jedermann braucht Geld. Was ich Euch anbiete, iſt weder ein Geſchenk, noch ein An⸗ lehen, ſondern eine Vergütung. Alſo keine leere Bedenklichkeiten, und obgleich es bei uns knapp zu⸗ eht
„Ja, ich weiß, gnädigſter Herr, daß die kleinen Mittel zuweilen Euren großen Ideen fehlen, und ich brauche ſo wenig Geld, daß ich Euch einige tauſend Thaler antragen wollte, welche der Armee ſehr erſprieß⸗ lich ſein dürften, während ſie mir ſehr unnütz ſind.“
„Ich nehme ſie an, denn ich geſtehe, ſie kommen gelegen; doch man kann alſo gar nichts für Euch thun, junger Mann ohne Wünſche! Ah! halt!“ fügte er, die Stimme dämpfend, bei,„dieſer Schelm Thibault, Ihr wißt, mein Leibdiener, hat vorgeſtern bei der Plünde⸗ rung von Campli für mich die junge Frau des An⸗ walts der Stadt auf die Seite bringen laſſen, es ſoll die Schönheit des Ortes ſein, natürlich nach der Frau des Statthalters, der man nicht habhaft werden konnte. Doch ich habe, meiner Treue! andere Sorgen im Kopf, und meine Haare fangen an grau zu werden. Ohne Umſtände, Gabriel, wollt Ihr meinen Antheil an der Beute? Blut Gottes! Ihr ſeid geſchaffen, für einen Anwalt zu entſchädigen! was ſagt Ihr dazu?“
„Ich ſage, gnädigſter Herr, daß ich die Frau des
Statthalters, welcher man ſich nicht bemächtigen konnte,
im Gemenge getroffen und weggeführt habe, aber nicht
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