Teil eines Werkes 
1.-3. Bdchn (1847)
Entstehung
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Maria mit dem Dauphin iſt nicht geeignet, ihn in gute Laune zu verſetzen. Das Gleichgewicht, das der König aus Politik zwiſchen den Häuſern Guiſe und Mont⸗ morency aufrecht zu halten ſucht, neigt ſich hiedurch ganz ſonderbar auf unſre Seite und der alte Connetable verlangt mit lauter Stimme ein Gegengewicht; er hat dieſes Gegengewicht gefunden, mein lieber Bruder, es

wäre dies die Verheirathung ſeines Sohnes Franz, des Gefangenen von Thérouanne, mit

Der junge Graf vollendete nicht, die Stimme verſagte ihm, und eine jähe Bläſſe bedeckte ſeine Stirne.

„Nun! was habt Ihr denn, Gabriel?“ fragte der Herzog;„wie bleich und entſtelit ſeht Ihr aus? wel⸗ ches Uebel hat Euch plötzlich befallen?“

„Es iſt nichts, gnädigſter Herr, durchaus nichts, ein wenig Müdigkeit vielleicht, eine Art von Betäu⸗ bung; doch ich habe mich ſchon wieder erholt und fahre fort, gnädigſter Herr. Wo war ich? Der Cardinal ſagte, glaube ich, es gebe ein Mittel. Ah! nein, wei⸗ ter unten. Ich habe es:„„Es wäre dies die Verhei⸗ rathung ſeines Sohnes Franz mit Frau Diana von Caſtro, der legitimirten Tochter des Königs und von Frau Diana von Poitiers. Ihr erinnert Euch, mein

ruder, daß Frau von Caſtro, mit dreizehn Jahren Witwe des Herzogs Horazio Farneſe, der ſechs Monate nach ihrer Verheirathung bei der Belagerung von Hes⸗ din getödtet worden war, während dieſer fünf Jahre im Klſter der Töchter Gottes in Paris geblieben iſt. Der König hat ſie auf das Anſuchen des Connetable an den Hof zurückberufen. Es iſt eine Perle der Schön⸗ eit, mein Bruder, und Ihr wißt, daß verſtehe. Ihre Anmuth hat ihr alle Herzen erobert, und vor allen das väterliche Herz. Der König, der ſie ſchon früher mit dem Herzogthum Chatellerault be⸗ ſchenkte, hat ſie nun abermals mit dem Herzogthum

ich mich darauf