Teil eines Werkes 
1.-3. Bdchn (1847)
Entstehung
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zweimal den Schlüſſel zu dieſem Briefe meines Bruders gegeben habe, Gabriel, könnt Ihr ihn auch leſen und verſtehen. Vollendet alſo, ich höre.“

„„Sire!.4 Hier bin ich geblieben,“ ſagte Gabriel.„Ich habe Euch zwei ſchlimme Nachrichten und eine gute mitzutheilen. Die gute iſt die, daß man die Hochzeit unſerer Nichte, Maria Stuart, auf den zwanzigſten des nächſten Monats anberaumt hat, und daß ſie an genanntem Tage in Paris mit allem Ge⸗ pränge vollzogen werden wird. Eine von den ſchlim⸗ men Nachrichten iſt aus England gekommen; Philipp II. von Spanien hat dort gelandet, und hetzt täglich die Königin Maria Tudor, ſeine Frau, welche ihm ſo lei⸗ denſchaftlich gehorcht, auf, Frankreich den Krieg anzu⸗ kündigen. Niemand zweifelt daran, daß es ihm gelingt, trotz der Intereſſen und des Wunſches der engliſchen Nation. Man ſpricht ſchon von einer Armee, welche ſich auf den Grenzen der Niederlande verſammeln ſoll, und für deren Commando man den Herzog Emanuel Philibert von Savoyen bezeichnet. Bei dem Mangel an Mannſchaft, woran wir hier leiben, mein vielgelieb⸗ ter Bruder, würde Euch dänn König Heinrich I. noth⸗ wendig aus Italien zurückberufen, unſere Pläne auf dieſer Seite wären hernach wenigſtens vertagt. Doch bedenkt wohl, Franz, daß es beſſer iſt, ſie zu verſchie⸗ ben, als zu gefährden keine Verwegenheit, und nicht mit dem Kopf durch die Wand. Unſere Schweſter, die Königin Regentin von Schottland, mag immerhin drohen, ſie werde mit dem Engländer brechen, glaubt mir, ganz verliebt in ihren jungen Gemahl, würde

Maria von England keine Rückſicht darauf nehmen,

und richtet Euch danach.““

„Beim Leibe Chriſti,“ unterbrach der Herzog von Guiſe, indem er heftig mit der Fauſt auf den Tiſch ſchlug, er hat nur zu ſehr Recht, mein Bruder, und