Teil eines Werkes 
1.-3. Bdchn (1847)
Entstehung
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regelmäßig durchbrochenes, ausgeſchnittenes Papier dar⸗ aus hervor, legte es auf den Brief des Cardinais, reichte dieſen Gabriel zum Leſen und ſprach:

„Nun leſet.“*

Gabriel ſchien zu zögern; Franz nahm ſeine Hand, drückte ſie, und ſagte mit einem Tone voll Vertrauen und Treuherzigkeit:

„Leſet, mein Freund.“

Der Vicomte d'Ermès las:

„Mein ſehr geehrter, ſehr erhabener Bruder(wann werde ich Euch mit einem einzigen Worte von vier Buchſtaben, mit dem Worte: Sire, nennen können. J“

Gabriel hielt abermals inne; der Herzog lächelte und ſprach:

„Ihr ſtaunt, Gabriel, doch ich hoffe, Ihr werdet keinen Verdacht gegen mich haben. Der Herzog von Guiſe iſt kein Connetable von Bourbon, mein Freund; Gott erhalte unſerem König Heinrich Il. die Krone und das Leben! Doch es gibt in der Welt nicht nur den Thron von Frankreich. Da mich der Zufall mit Euch auf die Bahn eines vollen Vertrauens gebracht hat, ſo will ich Euch nichts verhehlen, Gabriel, ich will Euch in alle meine Pläne und in alle meine Träume ein⸗ ſie ſind, wie ich glaube, nicht die einer geringen

Lele“

Der Herzog war aufgeſtanden, und ging mit groſ⸗ ſen Schritten in ſeinem Zelte auf und ab.

„Unſer Haus, Gabriel, das ſo manche Königswürde berührt, kann meiner Anſicht nach auf jede Größe An⸗ ſpruch machen. Doch Anſpruch machen iſt nichts, es ſoll erreichen. Unſere Schweſter iſt Königin von Schott⸗

land;z unſere Nichte, Maria Stuart, iſt mit dem Dau⸗

phin Franz verlobt; unſer Großneffe, der Herzog von Lothringen, iſt zum Schwiegerſohn des Königs bezeich⸗ Die beiden Dianen. 1. 3