Teil eines Werkes 
1.-3. Bdchn (1847)
Entstehung
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res bis zur Thüre ſeines Zeltes zurück. Als aber ver Vorhang, der doſſelbe ſchloß, hinter dem letzten ge⸗ fallen war und Franz von Guiſe ſich allein fand, nahm plötzlich ſeine männliche Phyſiognomie einen ſorgenvollen Ausdruck an; er ſetzte ſich an einen Tiſch, legte ſein Haupt in ſeine Hände, und murmelte voll Unruhe:

„Hätte ich beſſer daran gethan, auf jeden perſoͤnlichen Ehrgeiz Verzicht zu leiſten, nur General von Heinrich!l. zu bleiben, und mich auf die Wiedereroberung von Mailand und die Befreiung von Siena zu beſchränken? MNun bin ich auf dem Gebiet von Neapel, wohin mich alle meine Träume als König beriefen; doch ich bin ohne Verbün⸗ dete, bald ohne Lebensmittel, und alle dieſe Anführer meiner Truppen, mein Bruder zuerſt, Geiſter ohne That⸗ kraft und ohne Gewicht, geben ſich ſchon der Entmuthi⸗ gung hin, wie ich ſehe.“

In dieſem Augenblick hörte der Herzog von Guiſe, daß Jemand hinter ihm ging. Er wandte ſich raſch und ganz entrüſtet gegen den verwegenen Unterbrecher um; als er ihn aber geſehen, reichte er ihm, ſtatt ihm einen Vor⸗ wurf zu machen, die Hand und ſprach:

„Nicht wahr, Ihr, Vicomte d'Ermes, nicht wahr, Ihr, mein lieber Gabriel, würdet nie zögern, vorwärts zu gehen, weil das Brod zu ſelten und der Feind zu zahl⸗ reich iſt, Ihr, der Ihr zuletzt Metz verlaſſen, und zuerſt in Valenza und in Campli eingedrungen ſeid? Doch, Ihr kommt, um mir etwas Neues zu melden, Freund?“ Ja, gnädigſter Herr, ein Eilbote iſt aus Frankreich eingetroffen,“ antwortete Gabriel;„er bringt, wie ich glaube, Briefe von Eurem Bruder„dem hochwürdigſten Cardinal von Lothringen. Darf ich ihn bei Euch ein⸗ führen 2“

„Nein, doch er mag Euch die Sendung, mit der er beauftragt iſt, übergeben, Vicomte, und ich bitte Euch, ſie mir ſelbſt zu überbringen.“

Gabriel verbeugte ſich, ging hinaus, kam bald wieder