riel, bei dem der Zorn unmerklich der Traurigkeit Platz gemacht hatte,„ein wahres Kind! ich grolle Euch nicht, daß Ihr erſt zwölf Jahre zählt, das wäre albern und un⸗ kiui Ich ſehe nur, daß ich Unrecht gehabt habe, an ein ſo junges und leichtes Gemüth eine ſo ate⸗— tieje Leidenſchaft zu heften. Denn ich fühle Schmerz, wie ſehr ich Euch liebte, Diana. Ich vt⸗ hole Euch jedoch, daß ich Euch nicht grolle. Doch wenn Ihr ſtärker geweſeu wäret, wenn Ihr in Euch die noth⸗ wendige Energie gehabt hättet, um einem ungerechten Be⸗ fehle zu widerſtehen, wenn Ihr nur ein wenig Zeit zu gewinnen vermocht hättet, Diana, ſo hätten wir glücklich ſein können, da Ihr Eure Eltern gefunden habt und dieſe von vornehmem Geſchlechte zu ſein ſcheinen. Auch ich kam, um Euch ein großes Geheimniß mitzutheilen, das man mir dieſen Morgen geoffenbart hat. Doch wozu ſoll es jetzt nützen? es iſt zu ſpät. Eure Schwäche hat es zugelaſſen, daß der Faden meines Geſchickes zerriſſen iſt, während ich glaubte, er würde envlich halten. Warum ihn je wieder anknüpfen? Ich ſehe vorher, daß ſich mein gan⸗ zes Leben Eurer erinnern, Diana, und daß meine junge Liebe ſtets den groͤßten Platz in meinem Herzen ein⸗ nehmen wird. Ihr jedoch, Diana, im Glanz des Hoßes,
im Geräuſch der Feſte, werdet ſchnell denjenigen aus dem
Geſicht verlieren, der Euch in den Tagen Eurer Sl heit ſo ſehr geliebt hat.“ „Nie!“ rief Diana.„Und höre, Gobriel, m
Du hier biſt und mich ermuthigen„ unterſtützen„i. willſt Du, daß ich mich weigere, abzureiſen, wenn man kommt, um mich zu holen, daß ich den Bitten, dem Drängen, den Befehlen widerſtehe, um immer bei Dir zu bleiben?“
„Ich danke, liebe Diana, doch fortan, ſiehſt Du, ge⸗
hörſt Du vor Gott und den Menſchen einem Andern.
Wir müſſen unſere Pflicht und unſer Geſchick erfüllen wir müſſen, wie der Herzog von Caſtro geſagt hat,
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