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ich, wie in einem Vorgefühl, von der Zukunft, von der Vergangenheit, von meinen Eltern geſprochen, die mich vergeſſen zu haben ſchienen. Es iſt ſchlimm, was ich Dir ſagen werde, aber ich wäre vielleicht glücklicher geweſen, wenn ſie mich in der That vergeſſen hätten. Dieſe ganze ernſte Unterredung hatte mich, wie ſich von ſelbſt verſteht, ein wenig betrübt und angegriffen, und ich brauchte, wie ge⸗ ſagt, lange, um einzuſchlafen, weshalb ich geſtern Morgen etwas ſpäter erwachte als gewöhnlich. Ich kleidete mich in aller Eile an, verrichtete mein Gebet und wollte eben hinabgehen, als ich ein gewaltiges Geräuſch unter meinem Fenſter vor der Hausthüre hörte. Es waren herrliche Cavaliere, Gabriel, gefolgt von Stallmeiſtern und Edel⸗ knaben, und hinter dem Reiterzug eine glänzende, vergol⸗ dete Carroſſe. Als ich neugierig den Zug anſchaute und mich wunderte, daß er vor unſerer armſeligen Wohnung hielt, klopfte Antvine an meine Thüre und bat mich, auf Brfehl von Herrn Enguerrand, ſogleich hinabzukommen. Ich weiß nicht, warum ich bange hatte, doch ich mußte gehorchen und gehorchte. Als ich in den großen Saal trat, war er voll von den prächtigen Herren, die ich von meinem Fenſter aus geſehen. Ich erroͤthete und zitterte erſchrockener als je, Du begreifſt das, Gabriel?“
„Ja,“ antwortete Gabriel mit Bitterkeit.„Fahre nur fort, denn die Sache wird in der That intereſſant.“
„Bei meinem Eintritt,“ fuhr Diana fort,„kam einer der geſtickteſten Herren auf mich zu, reichte mir ſeine be⸗ handſchuhte Hand und führte mich vor einen andern Edel⸗ mann, der nicht minder reich geſchmückt war als er;z dann ſich verbeugend, ſprach er:
„„Durchlauchtigſter Herr Herzog von Caſtro, ich habe die Ehre, Euch Eure Frau vorzuſtellen. Madame,“ fügte er ſich gegen mich umwendend bei,„Herr Horazio Far⸗ neſe, Herzog von Caſtro, Euer Gemahl.““
Bet Herzog grüßte mich mit einem Lächeln. Ich aber warf mich ganz verwirrt und in Thränen aushrechend


