in die Arme von Enguerrand, den ich in einem Winkel erblickt hatte.
„„Enguerrand! Enguerrand! Dieſer Prinz iſt nicht mein Gemahl, ich habe keinen andern Gemahl als Gab⸗ riel. Enguerrand, ſage es voch dieſen Herren, ich bitte Dich.““
„Derjenige, welcher mich dem Herzog vorgeſtellt hatte, runzelte die Stirne und fragte Enguerrand mit ſtrengem Tone:
„„Was ſoll dieſe Kinderei?““
„„Nichts, gnädiger Herr; in der That eine Kin⸗ derei,“ antwortete Enguerrand ganz bleich.
„Und leiſe ſich an mich wendend:„„Seid Ihr toll, Diana! was ſoll eine ſolche Widerſpänſtigkeit? Wie könnt Ihr Euch ſo weigern, Euren Gltern zu gehorchen, die Euch wiedergefunden haben und Euch zurückfordern!““
„„Wo ſind ſie, meine Eltern?““ ſagte ich laut.„„Mit ihnen will ich ſprechen.““
„„In ihrem Namen kommen wir, mein Fräulein, erwiederte der ſtrenge Herr.„Ich bin hier ihr Stell⸗ vertreter; wenn Ihr mir nicht glauben wollt, ſo ſeht den Befehl unterzeichnet von König Heinrich II., unſerem Ge⸗ bieter, und leſet.“
„Er reichte mir ein Pergament, verſehen mit einem rothen Siegel, und ich las oben auf der Seite:„„Wir Heinrich, von Gottes Gnaden;““ und unten die königliche Unterſchrift: Heinrich. Ich war geblendet, betäubt, vernichtet. Ich bekam den Schwindel und das Delirium. Alle dieſe Menſchen hatten die Augen auf mich gerichtet! Enguerrand ſelbſt verließ mich! Der Gedanke an meine Eltern! der Name des Königs! dies Alles war zu viel für meinen armen Kopf. Und Du warſt nicht da, Gabriel!“
„Doch mir ſcheint, meine Gegenwart konnte Euch nicht nothwendig ſein,“ verſetzte Gabriel.
„Oh! doch Gabriel; wäreſt Du gegenwärtig gewe⸗


