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ſer jungen, ganz für das Glück gesffneten Seele die Freude offenbar die Traurigkeit verjagt.
Ueber die Hecke, die den Obſtgarten des alten En⸗ guerrand umgab, erblickte Gabriel unter den Bäumen das weiße Gewand von Diana. Bald hatte er ſein Pferd an einen Weidenſtamm gebunden, bald hatte er mit einem Sprunge über die Hecke geſetzt; ſtrahlend und triumphi⸗ rend fiel er dem jungen Mädchen zu Füßen.
Doch Diana weinte.
„Was gibt es, liebe kleine Frau,“ ſagte Gabriel, „und woher rührt dieſer bittere Kummer? Sollte uns etwa Enguerrand gozankt haben, weil wir ein Kleid zer⸗ riſſen, oder unſer Gebet ſchlecht geſprochen? Oder iſt etwa unſer Dompfaff entflogen? Sprich, Diana, meine
Geliebte, Dein treuer Ritter iſt hier, um Dich zu
troͤſten.“
„Ach! nein, Gabriel, Ihr könnt nicht mehr mein Ritter ſein,“ ſprach Diana,„und gerade deshalb bin ich traurig, weine ich.“
Gabriel glaubte, Diana ſei durch Enguerrand von dem Namen ihres Spielgefährten unterrichtet worden und wolle ihn vielleicht prüfen.
„Und welches Unglück,“ erwiederte er,„oder welches Glück, Diana, könnte mich je bewegen, auf den ſüßen Titel zu verzichten, den Du mich haſt annehmen laſſen und den ich ſo freudig und ſo ſtolz führe? Siehſt Du, ich liege vor Dir auf den Knieen.“
Doch Diana ſchien nicht zu begreifen, und heftiger weinend als je verbarg ſie ihre Stirne an der Bruſt von Gabriel und rief ſchluchzend:
„Gabriel! Gabriel! wir dürfen uns fortan nicht mehr ſehen.“
raſch. Sie erhob ihr blondes, reizendes Haupt und ſchlug ihre blauen, in Thränen gebadeten Augen aufz dann ſprach
„und wer wird uns varan hindern?“ verſetzte er


