Teil eines Werkes 
1.-3. Bdchn (1847)
Entstehung
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1I.

Eine Vermählte, welche noch mit der Puppe ſpielt.

Um ſchneller fortzukommen, wählte Gabriel ihm wohl⸗ bekannte Fußpfade.

Und dennoch ließ er ſein Pfer zuweilen langſamer gehen, und man kann ſogar ſagen, daß er das ſchöne Thier den Gang ſeiner Träumerei nehmen ließ. In der That, ſehr verſchiedenartige Gefühle, bald leidenſchaftlich, bald traurig, bald ſtolz und bald niedergeſchlagen, durchzogen abwechſelnd das Herz des jungen Mannes. Bedachte er, daß er der Graf von Montgommery war, ſo funkelte ſein Blick und er gab ſeinem Pferde den Sporn, als wollte er ſich in der Luft berauſchen, die um ſeine Schläfe her pfiff, und dann ſagte er ſich wieder:

„Mein Vater iſt getödtet worden und noch nicht gerächt.“

Und er ließ die Zügel in ſeiner Hand ſinken. Doch plötzlich dachte er daran, daß er ſich ſchlagen, daß er ſich einen furchtbaren und gefürchteten Namen machen, daß er alle ſeine Ehren⸗ und Blutſchulden bezahlen ſollte, und er jagte im Galopp fort, als ob er in der That dem Ruhm entgegenreiten würde, bis er, bedenkend, daß er deshalb ſeine kleine, ſo liebenswürdige und ſo hübſche Diana ver⸗ laſſen müßte, wieder in Schwermuth verſank und allmälig nur noch im Schritt ritt, als hätte er dadurch den grau⸗ ſamen Augenblick der Trennung verzögern können. Doch er würde wiederkommen, er hätte die Feinde ſeines Vaters und die Eltern von Diana gefunden Und Gabriel gab

ſeinem Pferde beide Sporen und flog ſo raſch als ſeine Hoffnung. Als er an Ort und Stelle kam, hatte in die⸗