Teil eines Werkes 
1.-3. Bdchn (1847)
Entstehung
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W.

Doch Ihr ſeid der Graf von Montgommery, durch au⸗ thentiſche Papiere und öffentliche, unumſtößliche Zeugſchaft anerkannt, während man Diana noch nicht mit der andern Hälfte des goldenen Ringes zurückgefordert hat. Nehmt Euch in Acht, gnädigſter Herr, ich weiß wohl, daß Diana k ein Kind von kaum zwölf Jahren iſt; doch ſie wird größer werden, ſie wird von einer reizenden Schönheit ſein, und

ich wiederhole, bei einer Natur, wie die Eurige iſt, wird

Alles ernſt. Nehmt Euch in Acht;z es iſt möglich, daß

ſie ſtets bleibt, was ſie noch iſt, ein Findelkind, und Ihr

ſeid zu vornehmer Herr, um ſie zu heirathen, und zu ſehr Edelmann, um ſie zu verführen:“

„Aber meine liebe Amme, da ich abreiſen, Dich ver⸗ laſſen und Diana verlaſſen werde..“ ſagte Gabriel nach⸗ denkend. „Gerade das iſt es; verzeiht Eurer alten Alohſe ihre zu ängſtliche Vorſicht und beſucht, wenn es Euch beliebt, das ſanfte, niedliche Kind, das Ihr Eure kleine Frau

nennt. Doch bedenkt, daß man Euch ungevuldig hier er⸗

wartet. Auf baldiges Wiederſehen, nicht wahr, gnädiger Herr Graf?“

„Auf baldiges Wiederſehen und umarme mich noch einmal, Aloyſe; nenne mich immerhin Dein Kind, und ſei tauſendmal bedankt, meine gute Amme.“

„Seid tauſendmal geſegnet, mein Kind und mein Herr.“ Meiſter Martin⸗Guerre erwartete Gabriel vor der Thüre und Beive ſtiegen zu Pferde.