Teil eines Werkes 
1.-3. Bdchn (1847)
Entstehung
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der Ihr kaum Euren Vater geſehen, und brachte Euch hierher. Man wußte bereits das Verſchwinden des Gra⸗ fen, und man vermuthete, daß furchtbare, unverſöhnliche Feinde Jeden bedrohten, der ſeinen Namen führte. Man ſah Euch, man erkannte Euch ohne Zweifel im Dorfe, doch in Folge eines ſtillſchweigenden Vertrags befragte mich Niemand, erſtaunte Niemand über mein Geheimhal⸗ ten. Kurze Zeit nachher wurde mir mein einziger Sohn, Euer Milchbruder, mein armer Robert durch das Fieber entriſſen. Gott wollte offenbar, daß ich ganz Euch ge⸗ hoͤre. Der Wille Gottes ſei geſegnet! Alle gaben ſich den Anſchein, als glaubten ſie, mein Sohn wäre der Ueber⸗ lebende, und dennoch behandelten Euch Alle mit frommer Ehrfurcht, mit rührendem Gehorſam. Dies geſchah, weil Ihr ſchon dem Geſichte und dem Herzen nach Eurem Va⸗ ter glichet. Der Inſtinkt des Löwen enthüllte ſich in Euch, und man ſah wohl, daß Ihr als Herr und Meiſter geboren waret. Die Kinder der Umgegend nahmen ſchon die Gewohnheit an, ſich unter Eurem Befehl in Truppen zu bilden. Bei allen ihren Spielen marſchirtet Ihr an ihrer Spitze, und keiner hätte es gewagt, Euch ſeine Hul⸗ digung zu verweigern. Als den jungen König des Landes hat Euch das Land aufgezogen, und es bewunderte Euch, als es ſah, wie Ihr ſtolz und ſchön heranwuchſet. Die Gülte der ſchönſten Früchte, der Zehnten der Ernte ka⸗ men in das Haus, ohne daß ich etwas verlangte. Das ſchönſte Pferd der Weide ward immer Euch vorbehalten. Dom Jamet, Enguerrand und alle Knappen und Knechte des Schloſſes leiſteten Euch ihre Dienſte als eine natür⸗ liche Schuld, und Ihr nahmt ſie an als Euer Recht. Nichts an Euch, als Kühnes, Muthiges, Hochherziges. In den geringſten Dingen ließet Ihr ſehen, von welchem Geſchlecht Ihr abſtammtet. Man erzählt ſich noch in den Abendſtunden, wie Ihr eines Tags an einen Edelknaben meine zwei Kühe gegen einen Falken vertauſchtet. Doch dieſe Inſtinkte, dieſe Aufſchwingungen verriethen Euch nur