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geſchickt oder ſehr mächtig. Ihr habt keinen Vater mehr, gnädigſter Herr, und dennoch fehlt das Grab von Jacques von Montgommery in der Kapelle Eures Schloſſes; denn man hat ihn weder lebendig noch todt wiedergefunden.“
„Weil es nicht ſein Sohn war, der ihn ſuchte!“ rief Gabriel.„Ach, Amme! warum haſt Du ſo lange ſtille geſchwiegen? Verbargſt Du mir meine Geburt, weil ich meinen Vater zu rächen oder zu retten hatte?“
„Nein, ſondern weil ich Euch ſelbſt retten mußte, gnädigſter Herr. Wißt Ihr, was die letzten Worte mei⸗ nes Mannes, des braven Perrot Travigny, waren, der eine wahrhaft religiöſe Verehrung für Euer Haus im Her⸗ zen trug?„„Frau,““ ſagte er zu mir einige Minuten, ehe er den letzten Seufzer von ſich gab,„„Du wirſt nicht warten, bis ich beerdigt bin, Du ſchließeſt mir nur die Augen und verläſſeſt auf der Stelle Paris mit dem Kinde. Du gehſt nach Montgommery, nicht in das Schloß, ſon⸗ dern in das Haus, das wir durch die Güte des gnädigen Herrn erhalten haben. Dort erziehſt Du den Erben un⸗ ſerer Gebieter ohne Geheimniß, aber auch ohne Geräuſch. Die guten Leute in unſerem Lande werden ihn ehren und nicht verrathen. Verbirg beſonders ihm ſelbſt ſeinen Urſprung; er würde ſich zeigen und ins Verderben ſtür⸗ zen. Er ſoll nur erfahren, daß er Edelmann iſt, das genügt für ſeine Würde und für das Gewiſſen. Hat ihn das Alter klug und ernſt gemacht, wie ihn das Blut brav und rechtſchaffen machen wird, hat er zum Beiſpiel acht⸗
zehn Jahre erreicht, ſo nenne ihm ſeinen Namen und ſeine
Abſtammung, Aloyſe. Er wird dann ſelbſt beurtheilen, was er thun ſoll und was er thun kann. Doch nimm Dich bis dahin in Acht, furchtbare Feindſchaft, unüber⸗ windlicher Haß würden ihn verfolgen, wenn er entdeckt wäre, und diejenigen, welche den Adler erreicht und be⸗ rührt haben, würden ſeine Brut nicht verſchonen.““ Er
ſagte mir das und ſtarb, gnädigſter Herr, und ich nahm,
gehorſam ſeinen Befehlen, Euch, eine arme Waiſe, Euch,


