Teil eines Werkes 
1.-3. Bdchn (1847)
Entstehung
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Jamet von Croiſic, der würdige Kaplan dieſes Schloſſes, lehrte Euch die Buchſtaben und die Wiſſenſchaften, und Keiner, wie er ſagte, vermöchte Euch einen Vorwurf in dem zu machen, was Leſen und Schreiben und Kenntniß der Geſchichte der vergangenen Zeit und beſonders der großen Häuſer Frankreichs betrifft. Enguerrand Lorien, der vertraute Freund meines verſtorbenen Mannes, Perrot Travigny und der ehemalige Stallmeiſter der Grafen von

Vimoutiers, unſerer Nachbarn, unterrichteten Euch in den

Waſſen, in der Handhabung der Lanze und des Schwer⸗ tes, im Reiten, kurz, in allen Dingen des Ritterthums, und bei den Feſten und Spielen, welche in Alencon bei der Vermählung und Krönung unſeres gnädigſten Herrn

Heinrich II. gehalten wurden, habt Ihr ſchon vor zwei

Jahren bewieſen, daß Ihr die guten Lectionen von En⸗ guerrand benützt. Ich, eine arme Unwiſſende, konnte Euch nur lieben und Gott dienen lehren. Dies zu thun, war ich ſtets bemüht. Die gute Jungfrau unterſtützte mich, und heute mit achtzehn Jahren ſeid Ihr ein frommeér Chriſt, ein gelehrter Herr und ein vollkommener Waffen⸗ mann, und ich hoffe, mit Gottes Hülfe werdet Ihr nicht unwürdig ſein Eurer Ahnen, erlauchteſter Gabriel,

Herr von Lorge, Graf von Montgommery⸗“

Gabriel ſtand auf und ſtieß einen Schrei aus.

„Graf von Montgommery, ich!“

Dann ſprach er mit einem ſtolzen Lächeln:

„Wohl! ich hoffte es und vermuthete es beinahe; höre, Aloyſe, in meinen kindiſchen Träumen ſagte ich es einmal zu meiner kleinen Diana. Aber was machſt Du denn da zu meinen Füßen, gute Aloyſe? Stehe auf und komm in meine Arme, fromme Frau. Willſt Du mich ichnehr als Dein Kind anerkennen, weil ich der Erbe der Montgommery bin? Der Erbe der Montgommery!“ wiederholte er unwillkührlich zitternd vor Stolz, während er ſeine gute Amme umarmte.„Der Erbe der Mont⸗ gommery! ich führe nun einen der älteſten und glorreich⸗