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wir, in dieſen Saal mit den alten Erinnerungen. Dech der Eindruck, den er von dieſen düſteren Wänden, von dieſem majeſtätiſchen Prachthimmel, von dieſen Fenſtern empfing, welche ſo tief in die Mauer einſchnitten, daß der Tag, obgleich es zehn Uhr Morgens war, außen ſtille zu ſtehen ſchien, dieſer Eindruck war nicht mächtig ge⸗ nug, um ihn auch nur einen Augenblick von der Urſache abzuziehen, die ihn hieher geführt hatte, und ſobald man die Thüre hinter ihm geſchloſſen, ſagte er:*
„Nun, meine gute Aloyſe, mene liebe Amme, in der That, obgleich Du mehr bewegt ſcheinſt als ich ſelbſt, haſt Du doch keinen Vorwand, das Bekenntniß zu ver⸗ ſchieben, das Du mir verſprochen. Du mußt nun ohne Furcht und beſonders ohne Verzug ſprechen, Aloyſe. Haſt Du nicht lange genug gezögert, gute Amme, und habe ich nicht als gehorſamer Sohn lange genug gewartet 2 Wenn ich Dich fragte, welchen Namen ich zu führen berechtigt, welche Familie die meinige, welcher Edelmann mein Va⸗ ter wäre, da antworteteſt Du mir:„Gabriel, ich werde Euch dies Alles an dem Tage ſagen, wo Ihr achtzehn Jahre alt ſeid, und damit das Alter der Volljährigkeit für Jeden, der den Degen zu führen berechtigt iſt, erreicht habt.““ Heute, am 5. Mai 1551 habe ich mein acht⸗ zehntes Jahr zurückgelegt, ich bin gekommen, meine gute Aloyſe, um Dich aufzufordern, Dein Verſprechen zu hal⸗ ten, doch mit einer Feierlichkeit, die mich beinahe erſchreckte, antworteteſt Du mir:„„Nicht im Hauſe der Witwe eines armen Stallmeiſters darf ich Euch Euch ſelbſt entdecken; es muß in dem Schloß des Grafen von Montgommery, und zwar im Ehrenſaale dieſes Schloſſes geſchehen.““ Wir haben den Berg erſtiegen, gute Aloyſe, wir haben die des Schloſſes der edlen Grafen überſchritten, wir ſind in dem Ehrenſaale, ſprich alſo.“
„Setzt Euch, Gahriel, denn Ihr werdet mir erlauben, Euch noch einmal dieſen Namen zu geben.“


