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Pilger zuwanderten. Vier Jahrhunderte und zehn Gene⸗ rationen waren nöthig geweſen, damit ſich dieſe Stein⸗ maſſe von ihren Grundfeſten bis zu den Zinnen erhob, und, ſelbſt ein Berg, den Berg beherrſchte, auf dem man ſie erbaut hatte.
Wie alle Gebäude jener Zeit, bot vas Schloß der Grafen von Montgommerh keine Regelmäßigkeit. Die Väter vermachten es den Söhnen und jeder Eigenthümer fügte, nach ſeiner Laune oder nach ſeinem Bedürfniß, dem ſiei⸗ nernen Rieſen etwas bei. Der viereckige Thurm, die Hauptburg, wurde unter den Herzogen der Normandie erbaut. Dann fügten ſich die Thürmchen mit den zier⸗ lichen Zinnen und ausgemeißelten Fenſtern dem ernſten Thurme bei, ihre ſteinernen Zierrathen im Verlaufe der Zeit vermehrend, als befruchtete die Zeit dieſe Granit⸗ vegetation. Gegen das Ende der Regierung von Lud⸗ wig II. und am Anfang der Lon Franz I. vervollſtändigte endlich eine lange Gallerie mit Bögenfenſtern die ſecula⸗ riſche Zuſammenballung.
Von dieſer Gallerie oder vielmehr von der Höhe des Hauptthurmes erſtreckte ſich der Blick an mehren Stellen über die reichen, grünen Ebenen der Normandie. Denn die Graſſchaft Montgommery lag, wie geſagt, im Lande Auge, und ihre acht bis zehn Baronien, ſo wie ihre hundert und fünfzig Lehen gehörten zu den Gerichts⸗ bezirken Argentan, Caen und Alengon.
Endlich kam man vor die große Pforte des Schloſſes.
Seltſamer Weiſe war die mächtige Burg ſeit mehr als fünfzehn Jahren ohne Herrn. Ein alter Vogt zog die Pachtzinſe einz Diener, welche auch in dieſer Einſam⸗ keit ergraut waren, unterhielten die Burg, die man jeden Tag öffnete, als ob jeden Tag der Herr hätte zurück⸗ kommen ſollen, die man jeden Abend ſchloß, als ob der Gebieter am andern Tag erwartet würde.
Der Vegt empfing die zwei Beſuche mit derſelben


