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Gewandten einen Nutzen zum Nachtheil ihrer Eitelkeit zu ziehen wiſſen.
Piton fühlte, daß ihm ſein Geheimniß auf die Lippen trat; er fühlte, daß das erſte Wort von Cathe⸗ rine ihn ihrer Willkür anheimgeben würde.
Er fühlte aber auch zugleich, daß es um ihn ge⸗ ſchehen war, wenn er ſprach; er fühlte, daß er vor Schmerz an dem Tage ſterben würde, wo ihm Cathe⸗ rine das verkündigte, was er nur ahnen ließ.
Dieſe Furcht machte ihn ſtumm wie ein Römer.
Er verbeugte ſich mit einer Ehrerbietung, die ihr das Herz durchbohrte; er grüßte Frau Billot mit einem freundlichen Lächeln und verſchwand im Dickicht des Waldes.
Catherine machte unwillkürlich einen Sprung, als wollte ſie ihm folgen.
Die Mutter Billot ſagte zu ihrer Tochter:
„Dieſer Junge hat ſeine guten Seiten; er iſt ge⸗ lehrt und er hat Herz.“
Als Pitou allein war, begann er einen langen Monolog über dieſes Thema.
„Nennt man das die Liebe? Das iſt ſehr un⸗ ſchmackhaft in gewiſſen Augenblicken, und ſehr bitter in andern.“
Der arme Junge war ſo naiv und ſo gut, daß er nicht bedachte, es gebe in der Liebe Wermuth und Honig, und Herr Iſidor habe den Honig für ſich ge⸗ wonnen.
Von dieſem Augenblick an, wo ſie entſetzlich ge⸗ litten, faßte Catherine für Piton eine Art von Ehr⸗ furcht, die ſie ein paar Tage vorher entfernt nicht für dieſen harmloſen und grotesken Menſchen gehabt hatte.
Wenn man keine Liebe einffößt, iſt es nicht un⸗ arlig, ein wenig Furcht einzuflößen, und Pitou, der
großen Appetit nach perſönlicher Würde beſaß, würde
es nicht wenig geſchmeichelt haben, wenn er dieſes Gefühl bei Catherine entdeckt hätte.
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