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wie ſie ihre ganze Dreiſtigkeit zu verlaſſen anfing.
„Das iſt ſehr natürlich: während Sie Hauswurz ſuchten, fraß Cadet, und in einer Stunde frißt ein Pferd teufelmäßig viel Dinge ab.“
Catherine rief:
„In einer Stunde!“
„Es iſt unmöglich, Mademoiſelle, daß ein Pferd einen Baum wie dieſen in weniger als einer Stunde mit den Zähnen abſchält. Sie mußten Hauswurz für ſo viele Wunden ſammeln, als auf dem Platze der Baſtille gemacht worden ſind; das iſt eine herrliche Pflanze für Kataplasmen.“
Ganz bleich und außer Faſſung gebracht, fand Catherine kein Wort mehr. Pitou ſchwieg auch, er hatte genug geſagt.
Die Mutter Billot hielt gerade auf einem Kreuz⸗ wege an, um von den Gevatterinnen Abſchied zu nehmen.
Pitou, auf die Folter geſpannt, denn er hatte ſich eine Wunde verſetzt, deren Schmerz er fühlte, wiegte ſich bald auf einem, bald auf dem andern Beine, wie ein Vogel, der zu entfliegen im Begriffe iſt.
„Nun, was ſagt der Officier?“ rief die Pächterin.
„Er ſagt, er wünſche Ihnen einen guten Abend, Frau Billot.“
„Noch nicht; bleiben Sie,“ ſprach Catherine mit einem beinahe verzweifelten Ausdruck.
„Guten Abend,“ erwiederte die Pächterin.„Kommſt Du, Catherine?“
„Oh! ſagen Sie mir doch die Wahrheit!“ flüſterte das Mädchen.
„Welche?“
„Sie ſind alſo nicht mehr mein Freund?“
„Ach!“ ſeufzte der Unglückliche, der, noch ohne Erfahrung, in der Liebe durch den erſchrecklichen Dienſt der Vertrauten debutirte, eine Rolle, aus der nur die


