Teil eines Werkes 
Denkwürdigkeiten eines Arztes : Dritte Abteilung, Ange Pitou : 9.-12. Bändchen (1851) Mémoires d'un médecin
Entstehung
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gewiſſe Philoſophen geiſtreicher Weiſe dos Thier nennen.

Das Thier war bei Pitou unbarmherzig der Seele geopfert worden. Dieſer Menſch war ſo viel gelaufen, hatte ſo viel ſeine Glieder gerührt, ſo viel ſeinen Geiſt geſchärft, daß man ſich wundern müßte, wenn er dabei an die Befriedigung oder die Tröſtung ſeines Herzens gedacht hätte.

Dennoch war es ſo.

Wie oft nach dem Erereiren, und das Exereciren kam beinahe immer nach der nächtlichen Arbeit, wie oft hatte ſich Pitou nicht hinreißen laſſen, die Ebenen von Largny und von Roue in ihrer ganzen Länge und dann den Wald in ſeiner ganzen Tiefe zu durchwan⸗ dern, um an den Saum der Felder von Bourſonne zu gehen und Catherine, die immer ihren Rendezvous getreu, zu belauern.

Catherine, welche, ein paar Stunden des Tags den Arbeiten des Hauſes entziehend, bei einem kleinen,

mitten in dem zum Schloſſe Bourſonne gehörigen

Kaninchengehäge liegenden, Pavillon mit dem geliebten Iſidor zuſammentraf, mit dieſem glücklichen Sterb⸗ ſichen, der immer ſtolzer, immer ſchöner, während Alles um ihn her litt und ſank.

Wie viel Bangigkeiten verſchlang er, der arme Pitvu, welche traurige Betrachtungen war er über die Ungleichheit der Menſchen im Punkte der Glückſelig⸗ keit anzuſtellen genöthigt.

Er, dem die Mädchen von Haramont, von Taille⸗ fontaine und von Vivieres huldigten, er, der auch ſeine Rendezvous im Walde gefunden hätte, und der, ſtatt ſtolz einherzugehen wie ein glücklicher Liebhaber, lieber wie ein geſchlagenes Kind vor der geſchloſſenen Thüre des Pavillon von Herrn Iſivor weinte. 4

Das war ſo, weil Pitou Catherine liebte, weil er ſie leidenſchaftlich liebte, weil er ſie um ſo mehr liebte, als er ſie über ihm erhaben fand.