Teil eines Werkes 
Denkwürdigkeiten eines Arztes : Dritte Abteilung, Ange Pitou : 9.-12. Bändchen (1851) Mémoires d'un médecin
Entstehung
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endlich zu Pitou das koſtbare Depot, welches ihnen das vielleicht ein wenig blindlings, anvertraut atte.

Es fand an demſelben Abend eine Verſammlung der Nationalgarde ſtatt, und der Commandant Pitou übergab eine Flinte jedem Soldaten, wobei er zu ihnen, wie die Mutter der Spartaner zu ihren Söhnen in Beziehung auf den Schild, ſagte:

„Mit, oder darauf.“

Es war nun in dieſer kleinen, ſo durch das Genie von Piton umgewandelten, Gemeinde eine Rühriakeit 1i der eines Ameiſenhaufens am Tage eines Erd⸗

ebens.

Die Freude, eine Flinte zu beſitzen, bei dieſer weſentlich wilddiebiſchen Völkerſchaft, der die lange Un⸗ terdrückung durch die Aufſeher die Jagdwuth gegeben hatte, machte, daß für ſie Piton ein Gott auf Erden wurde.

Man vergaß ſeine langen Beine, man vergaß ſeine langen Arme, man vergaß ſeine dicken Kniee und ſeinen großen Kopf, man vergaß endlich ſeine grotesken Le⸗ bensvorgänge, und er war und blieb der Schutzgeiſt der Gegend während der ganzen Zeit, die der blonde Phö⸗ bus brauchte, um der ſchönen Amphitrite ſeinen Beſuch zu machen.

Am andern Tag beſchäftigten ſich die Enthuſiaſten einzig und allein damit, daß ſie ihre Waffen als inſtinkt⸗ artige Kenner unterſuchten, handhabten, probirten und putzten; die Einen freudig, wenn ſich die Batterie tüchtig fand, die Anderen darauf bedacht, die Ungleichheit des Schickſals gut zu machen, wenn ihnen ein Gewehr von geringerer Eigenſchaft zugefallen war.

In ſeine Stube zurückgezogen wie der große Aga⸗ memnon unter ſein Zelt, dachte Piton mittlerweile, während die Andern putzten, zermarterte er ſich das Ge⸗ hirn, während ſie ſich die Hände ſchunden.