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Denkwürdigkeiten eines Arztes : Dritte Abteilung, Ange Pitou : 9.-12. Bändchen (1851) Mémoires d'un médecin
Entstehung
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Woran dachte Pitou? wird der an dieſem heran⸗ wachſenden Genie Theil nehmende Leſer fragen.

Hirte der Völker geworden, dachte Piton an die hohle Nichtigkeit der Größen dieſer Welt.

Es kam in der That der Augenblick, wo von dieſem ganzen mit ſo großer Mühe errichteten Gebäude nichts aufrecht ſtehen bleiben ſollte.

Die Flinten waren ſeit dem vorhergehenden Tage übergeben. Man hatte dieſen Tag dazu angewendet, um ſie in geeigneten Stand zu ſetzen. Morgen würde er das Exercitium ſeinen Soldaten zeigen müſſen, und Pitou kannte nicht das erſte Commandv vom Laden in zwölf Tempos.

Piton hatte immer ſeine Flinte geladen, ohne die Tempos zu zählen und wie er hatte können.

Was das Manoeuvre betrifft, ſo war das noch ſchlimmer.

Was war aber ein Commandant der National⸗ garde, der das Laden in zwölf Tempos nicht verſteht und das Manveuvre nicht zu commandiren weiß. Der⸗ jenige, welcher dieſe Zeilen ſchreibt, hat nur einen Ein⸗ iie gekannt; er war allerdings ein Landsmann von

iton. Seinen Kopf in ſeine Hände verſenkt, das Auge ſtarr, den Leib unbeweglich, dachte Piton alſo nach.

Cäſar in den Wäldern des rauhen Galiien, Han⸗

nibal in den ſchneebedeckten Alpen verloren, Columbus auf einem unbekannten Ocean verirrt, überlegten nie feierlicher im Angeſichte des Unbekannten, widmeten nie tiefer ihren Geiſt Deis ignotis, dieſen furchtbaren Gott⸗ heiten, die das Geheimniß des Todes und des Lebens haben, als es Piton während dieſes langen Tages that. „Oh!“ ſprach Pitou,„die Zeit ſchreitet fort, mor⸗ gen rückt heran, und morgen wird in ſeiner ganzen Richtigkeit dieſes Nichts erſcheinen, das ich bin. „Morgen wird der große Kriegsheld, der die Ba⸗ ſtille genommen

hat, als ärmlicher Wicht von der ganzen