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Folge ihrer Launen, ihr Zorn.
Folge endlich ihres Zornes, die ſchlimmen Ge⸗ danken, welche die ſchlimmen Handlungen nach ſich ziehen.
Charnh gab ſich durchaus keine Rechenſchaft von Allem dem, was wir hier geſagt haben, aber er war Menſch, und er hatte begriffen, daß Marie Antvinette
eiferſüchtig war, und zwar mit Unrecht eiferſüchtig auf
ſeine Frau.
Auf ſeine Frau, die er nie angeſchaut.
Nichts empört ein redliches und zum Verrath un⸗ fähiges Herz mehr, als zu ſehen, daß man es für fähig hält, zu verrathen.
Nichts iſt ſo geeignet, die Aufmerkſamkeit auf Je⸗ mand zu lenken, als die Eiferſucht, mit der dieſer Je⸗ mand beehrt wird.
Beſonders, wenn dieſe Eiferſucht ungerecht iſt.
Dann denkt derjenige, welchen man beargwohnt, nach.
Er ſchaut abwechſelnd das eiferſüchtige Herz und die eiferſüchtige Perſon an.
Je größer die Seele des Eiferſüchtigen iſt, beſto größer wird die Gefahr, in die er ſich wirft.
In der That, wie ſoll man ſich vorſtellen, ein großes Herz, ein erhabener Verſtand, ein gerechter Stolz, wie ſoll man ſich vorſtellen, dies Alles werde
ch um nichts oder um ſehr wenig beunruhigen?
Der Eiferſüchtige iſt nichts Anderes, als der Leit⸗ hund, der die Verdienſte aufſpürt, welche der gleich⸗ gültige Jäger, während er ſeines Weges ging, nicht bemerkt hakte.
Charny wußte, daß Fräulein Andrée von Taver⸗ ney, eine alte Freundin der Königin, einſt von ihr gut behandelt, immer von ihr bevorzugt war. Warum liebte ſie Marie Antvinette nicht mehr? warum war Marie Antvinette eiferſüchtig auf ſie?
Sie hatte alſo irgend ein Schönheitsgeheimniß entdeckt, welches er, Charny, nicht entdeckt hatte, ohne Zweifel, weil er es nicht geſucht?
Ange Pityn U. 3


