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„Guten Morgen, mein Herr,“ ſagte ſie,„Sie gehen zum König?“
Dann fügte ſie mit einem Lächeln bei, unfer dem eine gewiſſe Färbung von Ironie durchbrang:
„Als Rath oder als Arzt?“
„Als Arzt, Madame,“ antwortete Gilbert.„Ich habe heute den Dienſt.“
Sie winkte Gilbert, ihr zu folgen. Gilbert gehorchte.
eide traten in einen kleinen Salon ein, der vor dem Zimmer des Königs kam.
„Nun! mein Herr,“ ſagte ſie,„Sie ſehen wohl, daß Sie mich täuſchten, als Sie mich neulich, bei Ge⸗ legenheit der Fahrt nach Paris, verſicherten, der König laufe keine Gefahr.“
„Ich, Madame?“ verſetzte Gilbert erſtaunt.
„Allerdings; iſt nicht auf den König geſchoſſen worden?“
das ſagt? Herr von Beauvau, Herr d'Eſtaing, die Ihren ziereiſſenen Rock, Ihr durchlöchertes Jabot ge⸗
„Die Kugel, die Sie geſtreift hat, mein Herr,
König wohl tödten, wie ſie die arme Frau getödtet hat; denn die Mörder wollten weder Sie, noch ie arme Frau tödten.“
nIch glaube nicht an ein Verbrechen,“ erwiederte Gilbert zögernd.
Das mag ſein. Doch ich, ich glaube daran,“ ſprach die Königin, Gilbert feſt anſchauend.
„In jedem Fall, wenn es ein Verbrechen geweſen iſt, darf man es nicht dem Volke zuſchreiben.“
„Die Königin heftete ihren Blick noch ſchärfer auf Gilbert.


