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anſchaute, deren Verlegenheit er begriff,„machen wir auf die eine oder die andere Art ein Ende.“
Lange gefeſſelt, ſprang ein Ausbruch des Zorns und der Ungeduld von der Gréve empor.
„Nein, meine Herren, nein, wir werden ihn in dieſem Augenblick nicht gehen laſſen,“ rief Lafayette.
Bailly faßte einen Entſchluß in ſeinem Herzen und in ſeinem Muthe, er ging mit zwei Wählern auf den Platz hinab und gebot Stillſchweigen.
Das Volk wußte ſo gut, als er, was er ſagen würde; da es die Abſicht hatte, das Verbrechen wieder⸗ zubeginnen, ſo wollte es nicht einmal den Vorwurf hören, und als Bailly den Munt öffnete, erhob ſich ein ungeheures Geſchrei aus der Menge und brach ſeine Stimme, ehe ſie ſich nur hatte hören laſſen.
Bailly, da er ſah, es wäre ihm unmöglich, auch nur ein einziges Wort zu artieuliren, kehrte nach dem Stadthauſe zurück, verfolgt von den Schreien:
„Berthier! Berthier!“
Dann drangen andere Schreie unter dieſen durch, wie die ſchrillen Noten, die ſich plötzlich in den Teu⸗ felschören von Weber oder Meyerbeer hörbar machen. Man brüllte:„An die Laterne! An die Laterne!“
Als Lafayette Bailly zurückkommen ſah, eilte er ihm entgegen. Er iſt jung, er iſt glühend, er iſt ge⸗ liebt. Was der Greis mit ſeiner Volksthümlichkeit von geſtern nicht hat erlangen können, wird er, der Freund von Waſhington und Necker, ohne Zweifel mit dem erſten Wort erlangen.
Doch vergebens drang der Volksgeneral in die Gruppen der Wüthendſten; vergebens ſprach er im Namen der Gerechtigkeit und der Menſchlichkeit. Ver⸗ gebens, als er einige Führer erkannte oder ſie zu er⸗ kennen ſich den Anſchein gab, drückte er ihnen die Hände, hielt er ſie zurück, flehte er ſie an.
Nicht eines von ſeinen Worten wurde gehört,
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