Teil eines Werkes 
Denkwürdigkeiten eines Arztes : Dritte Abteilung, Ange Pitou : 5.-8.Bändchen (1851) Mémoires d'un médecin
Entstehung
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Ja, ich begreife das: man haßt uns, weil wir die Werkzeuge ſind, mit denen man das Volk gefoltert hat.

Man wirft Ihnen große Verbrechen vor, mein Herr, ſprach Bailly mit ſtrengem Tone.

Mein Herr, erwiederte Berthier,wenn ich alle Verbrechen begangen hätte, die man mir vorwirft, ſo wäre ich weniger oder mehr als ein Menſch, ein wildes Thier oder ein Teufel; doch man wird mich richten, wie ich denke, und dann wird es klar werden.

Allerdings, ſprach Bailly.

Nun! fuhr Berthier fort,das iſt Alles, was ich wünſche. Man hat meine Correſpondenz, man wird ſehen, welchen Befehlen ich gehorcht habe, und die Ver⸗ antwortlichkeit wird auf diejenigen zurückfallen, denen ſie gebührt.

Die Wähler ſchauten auf den Platz hinaus, von wo furchtbares Geſchrei aufſtieg.

Berthier begriff die Antwort.

Da durchſchnitt Billot die Menge, welche Bailly umgab, näherte ſich dem Intendanten, bot ihm ſeine redliche große Hand und ſagte:

Guten Tag, Herr von Sauvigny.

Ah! Du biſt es, Blllot, rief Berthier lachend, indem er mit einer feſten Hand die Hand, die ihm ge⸗ boten war ergriff;Du willſt alſo in Paris Aufruhr treiben, mein braver Pächter, Du der Du ſo gut Dein Getreide auf den Märkten von Villers⸗Cotterets, von Crépy und von Soiſſons verkaufteſt?

Trotz ſeiner demokratiſchen Beſtrebungen, konnte Billot nicht umhin, die Ruhe dieſes Mannes zu be⸗ wundern, welcher ſo ſcherzte, während ſein Leben an

einem Faden hing.

Nehmen Sie Ihre Plätze ein, meine Herren, ſprach Bailly zu den Wählern,wir wollen die In⸗ ſtructiun gegen den Angeklagten beginnen.

Gut, ſagte Berthier,nur muß ich Sie darauf aufmerkſam machen, meine Herren, daß ich erſchöpft