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Einige von den Sinnreichen, die wir auf der Gröve geſehen, brachten dem Schwiegerſohn am Ende eines Spießes den Kopf ſeines Schwiegervaters.
Herr Berthier kam durch die Rue Saint⸗Martin mit dem Commiſſär, er war ungefähr auf der Höhe der Rue Saint⸗Merry..
Er ſaß in ſeinem Cabriolet,— ein in jener Zeit außerordentlich ariſtokratiſcher Wagen, ein Wagen, dem Grolle des Volkes bezeichnet, das ſich ſo oft über die Raſchheit des Fahrens der Stutzer oder der Tän⸗ zerinnen, welche ſelbſt kutſchirten und, durch ein hitziges Pferd fortgeriſſen, häufig niederwarfen, immer beſpritz⸗ ten, zu beklagen gehabt hatte.
Unter dem Geſchrei, unter dem Geziſche und den Drohungen fuhr Berthier Schritt für Schritt weiter und ſprach ruhig mit dem Wähler Riviere, dem Com⸗ miſſär, den man nach Compisgne abgeſandt, um ihn zu retten, und der, von ſeinem Gefährten verlaſſen, Mühe genug gehabt hatte, ſich ſelbſt zu retten.
Das Volk hatte mit dem Cabriolet angefangen und zuerſt das Verdeck von dieſem zerbrochen, ſo daß Berthier und der Commiſſär entblößt und allen Blicken und allen Streichen ausgeſetzt waren.
Unter Weges hörte er ſich an ſeine Verbrechen, erläutert und vergrößert durch die Volkswuth, erinnern.
Er hatte Paris aushungern wollen.
Er hatte befohlen, den Roggen und den Waizen grün abzuſchneiden; dadurch war der Preis der Getreide geſtiegen, und er hatte ungeheure Summen gewonnen⸗
Er hatte nicht nur dies gethan, was, wie man ſagte, genug war, er conſpirirte auch.
Man hatte bei ihm ein Portefeuille erwiſcht; in dieſem Portefeuille fanden ſich mordbrenneriſche Briefe, Befehle zum Niedermetzeln, der Beweis, daß zehntau⸗ ſend Patronen an ſeine Agenten ausgetheilt worden waren.
Das waren entſetzliche Albernheiten, de0 man weiß,
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