Teil eines Werkes 
Denkwürdigkeiten eines Arztes : Dritte Abteilung, Ange Pitou : 5.-8.Bändchen (1851) Mémoires d'un médecin
Entstehung
Einzelbild herunterladen

n, b

d r⸗ ie r⸗ en e

uf er e⸗

237

Sie ſchluchzte, als ob ſie den, welchen ſie wieder⸗ fand, nie mehr zu ſehen geglaubt hätte.

Ganz dieſer Bewegung eines zu vollen Herzens hingegeben, ſah ſie den ſtillen Händedruck nicht, den Charny und Andrée ausgetauſcht hatten.

Es war nur ein Händedruck, aber Andrée war die Erſte unten an den Stufen: ſie hatte Charnh zuerſt geſehen und zuerſt berührt.

Die Königin, nachdem ſie ihre Kinder dem König vorgeſtellt, ließ dieſe Ludwig XVI. umarmen, und da rier der Dauphin, als er am Hute ſeines Vaters die neue Cocarde ſah, auf welche die Fackeln ein blutiges Licht warfen, in ſeinem kindlichen Erſtaunen:

Ah! Papa, was haben Sie denn an Ihrer Co⸗ carde, Blut?

Das war die rothe Nationalfarbe.

Die Königin ſchrie und ſchaute ebenfalls.

Der König bückte ſich, ſcheinbar, um ſeine Tochter zu küſſen, in Wirklichkeit aber, um ſeine Schaam zu verbergen.

Marie Antoinette riß dieſe Cocarde mit einem tiefen Ekel ab, ohne zu ſehen, die edle Wüthende, daß ſie im Herzen dieſe Nation verwundete, die ſich eines Tags zu rächen wiſſen würde.

Werfen Sie das weg, mein Herr, ſagte ſie,wer⸗ fen Sie es weg.

Und ſie ſchleuderte die Stufen hinab die Cocarde, auf welche die Füße der ganzen Escorte traten, die den König in ſeine Gemächer geleitete.

Dieſer ſeltſame Uebergang hatte bei der Königin alle eheliche Begeiſterung ausgelöſcht. Sie ſuchte mit den Augen, doch ohne daß es den Anſchein hatte, als ſuchte ſie ihn, Herrn von Charny, der ſich als ein Soldat in ſeiner Reihe hielt.

Ich dauke Ihnen, mein Herr, ſagte ſie, als ſich ihre Blicke nach mehreren Sekunden des Zögerns von