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„Madame,“ ſtammelte Charnh, völlig betäubt durch die Herausforderung.
„Das iſt ganz natürlich,⸗ ſprach trocken Marie ii„es iſt bei der Gräfin ſicherlich der Mühe werth.“
Charny ſchlenderte der Königin einen Blick zu, deſſen Sendung es war, ſie darauf aufmerkſam zu ma⸗ chen, daß ſie zu weit gehe.
Doch das war vergebliche Mühe, überflüſſige Vor⸗ ſicht. Wenn bei dieſer verwundeten Löwin der Schmerz ſeinen brennenden Biß eindrückte, ſo hielt die Frau nichts mehr zurück.
„Ja, ich begreife, daß Sie eiferſüchtig ſind, Herr von Charny eiferſüchtig und unruhig; das iſt der ge⸗ wöhnliche Zuſtand jeder Stele, welche liebt und folg⸗ lich wacht.“
„Madame,“ wiederholte Charny.
„So erfüllt mich,“ fuhr die Königin fort,„ſo er⸗ füllt mich zu dieſer Stunde vurchaus daſſelbe Gefühl wie Sie; ich habe zugleich Eiferfucht und Unruhe(ſie legte einen ſtarken Nachdruck auf das Wort: Eiferſucht); der König iſt in Paris und ich lebe nicht mehr.“
„Aber, Madame,“ verſetzte Charny, der nichts von dieſeim Sturm begriff, welcher ſich immer mehr mit Blitzen und Donnern belud,„Sie haben ſo eben Nach⸗ richlen vom König erhalten; dieſe Nachrichten waren gut und müßten Sie folglich beruhigen.“
Sind Sie beruhigt geweſen, als die Gräfin und ich Sie vorhin unterrichteten?“
Charny biß ſich auf die Lippen.
Andrée fing an erſtaunt und zugleich erſchrocken das Haupt zu erheben: erſtaunt über das, was ſie hörte, erſchrocken über das, was ſie zu begreifen glaubte. Das Stillſchweigen, das einen Angenblick vorher ihretwegen bei der erſten Frage von Charny eingetreten ni beobachtete die Verſammlung nun der Königin
egen.


