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„Ei! mein Gott, es war von geringer Bedeutung,“ verſetzte die Königin wohl begreifend, länger zögern, in das Mittel zu treten, hieße ſich gegen die Biederkeit verfehlen;„die Frau Gräfin drückte eine Furcht, eine unbeſtimmte ohne Zweifel, aus; ſie ſagte, es laſſe ſich ſchwer glauben, ein Revolutionär von Amerika, ein Freund von Herrn Lafayette ſei unſer Freund.“
„Ja, unbeſtimmt,“ wiederholte Andrée maſchinen⸗ mäßig,„ſehr unbeſtimmt.“
„Eine Furcht, der ähnlich, welche dieſe Herren aus⸗ drückten, ehe die Gräfin von der ihrigen ſprach,“ fügte Marie Antoinette bei.
Und ſie bezeichnete mit den Augen die Höflinge, deren Zweifel zu dieſem Vorfall Anlaß gegeben hatten.
Aber es bedurfte mehr als dies, um Charny zu überzeugen. Zu viel Verlegenheit bei ſeiner Ankunft brachte ihn auf die Spur eines Geheimniſſes.
Er blieb beharrlich.
„Gleichviel, Madame,“ ſagte er,„mir ſcheint, es wäre Ihre Pflicht, nicht eine unbeſtimmte Furcht aus⸗ zuſprechen, ſondern ſich im Gegentheil klar und deut⸗ lich zu äußern.“
„Wie!“ verſetzte die Königin ziemlich hart,„Sie kommen abermals hierauf zurück, mein Herr?“
„Madame!“
„Verzeihen Sie, doch ich ſehe, daß Sie die Frau Gräfin von Charny fortwährend ausforſchen.“
„Entſchuldigen Sie, Madame,“ erwiederte Charny,
„es geſchieht aus Intereſſe für..
„Für Ihre Eitelkeit, nicht wahr? Ah! Herr von Charny,“ fügte die Königin mit einer Ironie bei, deren Gewicht der Graf begriff,„ſagen Sie es offenherzig, Sie find eiferſüchtig.“
pEiferſüchtig!“ rief der Graf erröthend,„eifer⸗ ſüchtig, auf wen? Das frage ich Eure Majeſtät.“
„Offenbar auf Ihre Frau,“ ſuhr die Königin mit Bitterkeit fort.
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