Teil eines Werkes 
Denkwürdigkeiten eines Arztes : Dritte Abteilung, Ange Pitou : 5.-8.Bändchen (1851) Mémoires d'un médecin
Entstehung
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Rauſchen mehr entfernte, wurde das Geſpenſt ſichtbar. Anfangs war es ein Dunſt, durchſichtig wie eine Wolke, dann verdichtete ſich der Dunſt und nahm eine menſch⸗ liche Form an. Dieſe Form war die einer Frau, welche mehr glitt, als ging, und um ſo ſichtbarer wurde, je S ſie ſich in die dunkelſten Stellen des Waldes ver⸗ tiefte.

Dann zog mich eine unbekannte, fremde, unwider⸗ ſtehliche Gewalt auf den Schritten dieſer Frau fort. Ich verfolgte ſie mit ausgeſtreckten Armen, ſtumm wie ſie: denn oft habe ich es verſucht, ſie anzurufen, und nie konnte meine Stimme einen Ton bilden; und ich verfolgte ſie ſo, ohne daß ſie anhielt, ohne daß ich ſie zu erreichen vermochte, bis mir das Wunder, das mir ihre Gegenwart verkündigt hatte, ihren Abgang be⸗ zeichnete. Dieſe Frau verſchwand allmälig; die Materie wurde Dunſt, der Dunſt verflüchtigte ſich, und Alles war vorbei. Und ich ſiel, erſchöpft von der Anſtren⸗ gung, an der Stelle nieder, wo ſie verſchwunden war. Hier fand mich Pitou zuweilen an demſelben Tag, zu⸗ weilen erſt am andern.

Gilbert ſchaute den Knaben unabläſſig mit einer wachſenden Unruhe an. Seine Finger hatten ſich auf den Puls von Sebaſtian gelegt.

Dieſer begriff das Gefühl, das den Doctor be⸗ wegte, und ſprach:

Oh! ſeien Sie unbeſorgt, mein Vater, ich weiß, daß nichts Wirkliches an dem Allem iſt; ich weiß, daß es eine Viſion iſt, und nicht mehr.

Und dieſe Frau, fragte der Doctor,welches Ausſehen hat ſie?

Oh! ein majeſtätiſches wie eine Königin.

Und ihr Geſicht, haſt Du es bisweilen geſehen, mein Kind?

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Seit wann? fragte der Doctor bebend.