„Erſt ſeitdem ich hier bin;“ antwortete der junge nn.
„Aber in Paris haſt Du den Wald von Villers⸗ Cotterets nicht, wo die Bäume ein düſteres, geheim⸗ nißvolles grünes Gewölbe bilden? In Paris haſt Du nicht die Stille, die Einſamkeit, dieſes Element der Geſpenſter?“
„Doch, mein Vater, ich habe dies Alles.“
„Wo denn?“
„Hier.“
„Wie, hier? Iſt dieſer Garten nicht den Lehrern vorbehalten?“
„Allerdings, mein Vater. Doch zwei oder dreimal kam es mir vor, als ſähe ich dieſe Frau vom Hof in den Garten gleiten. Jedes Mal wollte ich ihr folgen, immer hielt mich die geſchloſſene Thüre zurück. Als mich dann eines Tags der Abbé Berardier, der mit meiner Compoſition ſehr zufrieden war, fragte, was ich wünſche, bat ich ihn, zuweilen im Garten mit ihm ſpazieren gehen zu dürfen. Er erlaubte es mir. Ich benützte dieſe Erlaubniß, und hier, hier, mein Vater, iſt die Viſion wieder erſchienen.“
Gilbert ſchauerte.
„Eine ſeltſame Hallucination,“ ſagte er,„jedoch möglich bei einer nervöſen Natur, wie die Deinige; und Du haſt ihr Geſicht geſehen?“
„Ja, mein Vater.“
„Du erinnerſt Dich deſſelben?“
Der Knabe lächelte.
„Haſt Du es je verſucht, Dich ihr zu nähern?“
Ja.“
„Ihr die Hand zu reichen?“
„Dann verſchwand ſie.“
„Und wer iſt dieſe Frau Deiner Anſicht nach, Se⸗ baſtian?“ „Mir ſcheint, es iſt meine Mutter.“ „Deine Mutter!“ rief Gilbert erbleichend.
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