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„Mein Vater, damit will ich ſagen, ich finde keine Unterhaltung bei den Spielen meines Alters.“
„Nimm Dich in Acht, Sebaſlian; ich würde es bedauern, wenn Du einen ſolchen Charakter hätteſt. Sebaſtian, die Geiſter, welche eine glorreiche Zukunft verſprechen, ſind wie die guten Früchte während ihres Wachsthums: ſie haben ihre Bitterkeit, ihre Säure, ihre Herbe, ehe ſie den Gaumen durch ihre wohl⸗ ſchmeckende Reife erquicken. Glaube mir, mein Kind, es iſt gut, jung geweſen zu ſein.“
„Wenn ich es nicht bin, iſt es nicht meine Schuld,“ antwortete der junge Menſch mit einem ſchwermüthigen Lächeln.
Gilbert drückte fortwährend die Hände ſeines Soh⸗ nes in den ſeinigen, heftete ſeine Augen auf die von Sebaſtian und ſprach:
„Dein Alter, mein Sohn, iſt das der Saat, nichts darf noch von dem, was das Studium in Dich gelegt hat, außen zum Vorſchein kommen. Mit vierzehn Jahren, Sebaſtian, iſt der Ernſt Hochmuth oder Krank⸗ heit. Ich habe Dich gefragt, ob Deine Geſundheit gut ſei, Du haſt mir geantwortet: ja. Ich will Dich nun fragen, ob Du hochmüthig ſeiſt, ſuche mir mit nein zu antworten.“
„Mein Vater,“ erwiederte der Knabe,„beruhigen Sie ſich, was mich traurig macht, iſt weder Krankheit, noch Hochmuth; nein, es iſt ein Kummer.“
„Ein Kummer, armes Kind! mein Gott! welchen ſ kannſt Du in Deinem Alter haben? Sprich, prich.“
„Nein, mein Vater, nein, ſpäter. Sie ſagten, Sie haben Eile, Sie können mir nur eine Viertelſtunde ſchenken. Sprechen wir von etwas Anderem, als von meinen Tollheiten.“
„Nein, Sebaſtian, ich würde Dich unruhig ver⸗ laſſen. Sage mir, woher dieſer Kummer rührt.“
„Wahrhaftig, ich wage es nicht, mein Vater.“


