Teil eines Werkes 
Denkwürdigkeiten eines Arztes : Dritte Abteilung, Ange Pitou : 5.-8.Bändchen (1851) Mémoires d'un médecin
Entstehung
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Bei meiner Treue, ja, antwortete Billot,ich habe ſeit dem Morgen nichts gegeſſen, und Piton iſt, denke ich, ſo nüchtern als ich.

Verzeihen Sie, entgegnete Piton,ich habe ſo etwas wie einen Laib Brod und ein paar Fleiſchwürſte einen Augenblick, ehe ich Sie aus dem Waſſer gezogen, verzehrt; doch das Bad macht Hunger.

Nun, ſo kommen Sie in den Speiſeſaal, ſagte der Abbé Berardier,man ſoll Ihnen Mittagsbrod vorſetzen.

Ho! ho! rief Pitou.

Sie fürchten die Koſt der Anſtalt? verſetzte der Abbe.Beruhigen Sie ſich, man wird Sie als Ein⸗ geladenen behandeln. Uebrigens ſcheint mir, fuhr der Abbö fort,es iſt bei Ihnen nicht nur der Magen im Verfall, mein lieber Herr Piton.

Pitou warf einen Blick voll Scham auf ſich ſelbſt.

Und wenn man Ihnen zugleich mit dem Mittags⸗ brode Hoſen anböte...

Ich würde es in der That annehmen, Herr Abbé! antwortete Pitou.

Kommen Sie alſo, die Hoſen und das Mittags⸗ brod ſind zu Ihren Dienſten.

Und er führte Billot und Pitou auf der einen Seite weg, während, ihnen mit der Hand winkend, Gilbert und Sebaſtian ſich auf der andern entfernten⸗

Beide durchſchritten den für die Erholungen be⸗ ſtimmten Hof und erreichten ein den Lehrern vorbe⸗ haltenes Gärtchen, einen friſchen, ſchattigen Winkel, in welchem der ehrwürdige Abbé Berardier ſeinen Taci⸗ tus und ſeinen Juvenal zu leſen pflegte.

Gilbert ſetzte ſich auf eine von Rebwinden be⸗ ſchattete Bank, zog Sebaſtian zu ſich, ſtrich mit der Hand ſeine langen Haare, welche auf ſeine Stirne herabfielen, aus einander und ſprach:

Nun, mein Kind, nun find wir wiedervereinigt.