Teil eines Werkes 
Denkwürdigkeiten eines Arztes : Dritte Abteilung, Ange Pitou : 5.-8.Bändchen (1851) Mémoires d'un médecin
Entstehung
Einzelbild herunterladen

aus ſeiner Träumerei aufgeweckt, wankte Sebaſtian in der That, ſein Geſicht ging vom Matten zur Bläſſe über, ſein Kopf neigte ſich, als ob ſein Hals nicht mehr die Kraft gehabt hätte, ihn zu tragen. Ein ſchmerz⸗ licher Seufzer drang aus ſeiner Bruſt hervor, dann färbte eine lebhafte Röthe ſeine Wangen. 6

Er ſchüttelte den Kopf und lächelte.

Ah! Du biſt es, Pitou, ſagte er.Ja es iſt wahr, ich habe nach Dir verlangt.

Und er ſchaute ihn an und rief:

Du haſt Dich alſo geſchlagen?

Ja, und als ein braver Junge, ſprach Billot.

Warum haben Sie mich nicht mitgenommen? verſetzte der Knabe mit einem Ton des Vorwurfs;ich hätte mich auch geſchlagen, und würde wenigſtens etwas für meinen Vater gethan haben.

Sebaſtian, ſprach Gilbert, indem er ſich ſeinem

Sohne näherte und ſeinen Kopf an ſein Herz drückte, Du kannſt viel mehr für Deinen Vater thun, als Dich für ihn ſchlagen; Du kannſt ſeine Raſßſct anhören, ſie befolgen, und ein ausgezeichneter, berühmter Mann werden.

Wie Sie, nicht wahr? ſagte der Knabe mit

Stolz.Oh! das iſt es, wonach ich trachte. Sebaſtian, ſprach der Doctor,willſt Du, nach⸗ dem Du Billot und Piton umarmt und dieſen unſern guten Freuuden gedankt haſt, mit mir im Garten einen Augenblick plaudern? Das wird mich glücklich machen, mein Vater. Zwei oder dreimal in meinem Leben konnte ich ganz allein mit Ihnen ſein, und dieſe Augenblicke find in allen ihren einzelnen Umſtänden meinem Gedächtniß gegenwärtig. Herr Abbé, Sie erlauben? fragte Gilbert. Gewiß. Billot, Pitou, es iſt vielleicht für Euch Bedürf⸗ niß, etwas zu Euch zu nehmen.