Teil eines Werkes 
Denkwürdigkeiten eines Arztes : Dritte Abteilung, Ange Pitou : 5.-8.Bändchen (1851) Mémoires d'un médecin
Entstehung
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entgehen, aber es war nicht möglich; er war ſchon, ſo⸗ wie Billot und Pitou erkannt.

Das Geſchrei:Nach dem Stadthaus! nach dem Stadthaus! erſcholl abermals, und Gilbert ſah ſich 3 e Schultern von zwanzig Perſonen zugleich empor ehoben.

Vergebens wollte der Doctor widerſtehen, vergebens theilten Billot und Piton ihre kräftigſten Fauſtſchläge an ihre Waffenbrüder aus: die Freude und die Begei⸗ ſterung hatten die Oberhaut des Volkes abgehärtet. Fauſtſchläge, Schläge mit Pikenſchäften, mit Flinten⸗ kolben kamen den Siegern wie Liebkoſungen vor und verdoppelten nur ihre Berauſchung.

Gilbert war alſo genöthigt, ſich auf den Schild erheben zu laſſen.

Der Schild war ein Tiſch, in deſſen Mitte man eine Lanze aufgepflanzt hatte, welche dem Triumphator als Stützpunkt dienen ſollte.

Der Doetor Gilbert beherrſchte ſo dieſen Oecean von der Baſtille nach der Arcade Saint-Jean wogen⸗ der Köpfe, ein Meer voller Stürme, deſſen Wellen mitten unter Piken, Bajonetten und Waffen von allen Arten, von allen Formen und Epochen die triumphiren⸗ den Gefangenen forttrugen.

Doch zu gleicher Zeit wälzte der erſchreckliche, un⸗ widerſtehliche Ocean eine andere Gruppe fort, welche ſo feſt zuſammengedrängt war, daß ſie eine Inſel zu ſein ſchien. Dieſe Gruppe führte de Launay als Ge⸗ fangenen weg. Um dieſelbe machten ſich nicht minder geräuſchvolle, nicht minder enthuſtaſtiſche Schreie hör⸗ bar, doch das waren keine Siegesrufe, ſondern Todes⸗ drohungen.

Von dem erhabenen Punkte gus, wo er ſich befand, verlor Gilbert nicht den kleinſten Umſtand von dem furchtbaren Schauſpiel.

Allein unter allen den Gefangenen, denen man die Freiheit wiedergegeben, war er im vollen Beſitze ſeiner