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Nach einem Marſche von zehn Minuten kam ſie auf dem Brückchen an, wo ſie Piton ohnmächtig am Abend der Abreiſe von Iſidor nach Paris gefunden hatte.
Hier blieb ſie ſtehen und ſagte:
„Piton, ich werde nicht weiter gehen.“
„Oh! Mademoiſelle Catherine,“ erwiederte Piton, „nur bis zum hohlen Weidenbaume.“
Es war der Weidenbaum, aus dem Piton die Briefe von Iſidor geholt hatte.
Catherine ſtieß einen Seufzer aus und ſetzte ihren Gang fort.
An dem Weidenbaume angekommen, ſagte ſie:
„Ich bitte Sie dringend, laſſen Sie uns umkehren.“
Piton legte aber die Hand auf ihren Arm und ſprach:
„Nur noch zwanzig Schritte, Mademoiſelle Cathe⸗ rine; ich verlange nicht mehr.“
„Ah! Piton!“ murmelte Catherine mit einem Tone ſo ſchmerzlichen Vorwurfs, daß nun Piton ſtehen blieb.
„Oh! Mademoiſelle,“ ſagte er,„und ich glaubte Sie ſo glücklich zu machen!“
„Sie glaubten mich dadurch glücklich zu machen, daß Sie mich einen Pachthof wiederſehen laſſen, wo ich erzogen worden bin, der meinen Eltern gehört hat, der mir gehören ſollte, und der, geſtern verkauft, einem
Fremden gehört, deſſen Namen ich nicht einmal weiß.“
„Mademoiſelle Catherine, noch zwanzig Schritte: ich verlange von Ihnen nur dieſes!“
Dieſe zwanzig Schritte, indem man ſich um die Ecke einer Mauer wandte, demasquirten in der That das große Thor des Pachthofes.
Vor dem Thore des Pachthofes waren alle ehema⸗ lige Tagelöhner, Ackerknechte, Stallknechte, Mägde des Pachthofes, den Vater Clouis an der Spitze, gruppirt.
Jeder hielt einen Strauß in der Hand.
„Ah! ich begreife,“ ſagte Catherine,„Sie wollten


