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Piton ſchaute rings umher und ſuchte, welches Ge⸗
räth er der Noth des Angenblicks opfern könnte.
Da ſah er das Bett, den Brodkaſten und den Lehn⸗ ſtuhl der Tante Angélique.
Ohne einen großen Werth zu haben, waren doch der Brodkaſten und das Bett nicht außer Gebrauche; doch der Lehnſtuhl,— ſeit langer Zeit wagte es, außer Tante Angélique, Niemand, ſich darauf zu ſetzen, ſo erſchrecklich ausgerenkt war er.
Der Lehnſtuhl wurde alſo verurtheilt.
Piton verfuhr wie das Revolutionstribunal: kaum verurtheilt, ſollte der Lehnſtuhl hingerichtet werden.
Piton ſtützte ſein Knie auf den durch das Alter geſchwärzten Saffian, ergriff mit beiden Händen einen von den Pfoſten, und zog an ſich.
Bei der dritten Erſchütterung gab der Pfoſten nach.
Der Lehnſtuhl, als hätte er einen Schmerz bei dieſer Zerſtückelung empfunden, ließ eine ſeltſame Klage vernehmen. Wäre Piton aberglänbiſch geweſen, er müßte gedacht haben, die Seele von Tante Angélique ſei in dieſem Lehnſtuhle eingeſchloſſen.
Piton hatte aber nur einen Aberglauben auf der Welt: das war ſeine Liebe für Catherine. Der Lehn⸗ ſtuhl war verurtheilt, Catherine zu erwärmen, und hätte er ſo viel Blut vergoſſen und ſo viel Klagen ausge⸗ ſtoßen, als die bezanberten Bäume im Garten von Taſſo, der Lehnſtuhl wäre in Stücke zerbrochen worden.
Piton ergriff alſo den zweiten Pfoſten mit ebenſo kräftigem Arm, als er den erſten ergriffen hatte, und riß ihn mit derſelben Anſtrengung von dem zu drei Vierteln ausgerenkten Gerippe.
Der Lehnſtuhl gab daſſelbe ſeltſame, metalliſche Ge⸗ räuſch von ſich.
Piton blieb unempfindlich; er nahm das verſtüm⸗ melte Meuble bei einem Fuße, hob es über ſeinen Kopf


