Teil eines Werkes 
Denkwürdigkeiten eines Arztes : Vierte Abteilung, Die Gräfin von Charny : 27.-33. Bändchen (1855) Mémoires d'un médecin
Entstehung
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Trotz des ungeheuren Feuers, das Piton im Kamine zu unterhalten beſorgt war, drang der Wind ſcharf und eiſig ein, und Piton ſagte ſich, wenn Tante Angélique nicht Hungers geſtorben ſei, ſo habe ſie ganz wohl vor Kälte ſterben können.

Es kam der Angenblick, den Körper wegzubringen; das ſollte nicht viel Zeit in Anſpruch nehmen: das Haus der Tante Angélique ſtieß beinahe an den Kirchhof an.

Der ganze Pleux und ein Theil der Stadt folgten der Verſtorbenen zu ihrer letzten Ruheſtätte. In der Provinz gehen die Frauen zu den Beerdigungen; Pitou und Catherine führten den Trauerzug an.

Nachdem die Ceremonie beendigt war, dankte Piton den Anweſenden im Namen der Todten und in ſeinem eigenen Namen, und ſobald er das Grab der alten Jungfer mit Weihwaſſer beſprengt hatte, defilirte Jeder, wie gewöhnlich, vor Pitou.

Als ſich Piton mit Catherine allein glaubte, wandte er ſich auf die Seite um, wo er ſie gelaſſen hatte. Ca⸗ therine war nicht mehr bei ihm; ſie lag mit dem kleinen Iſidor auf den Knieen an einem Grabe, an deſſen vier Ecken ſich vier Cypreſſen erhoben.

Dieſe vier Cypreſſen hatte Piton aus dem Walde geholt und hierher gepflanzt.

Er wollte Catherine in dieſer frommen Beſchäf⸗ tigung nicht ſtören; doch bedenkend, daß Catherine, nachdem ſie ihr Gebet beendigt, ſehr kalt haben werde, lief er nach Hauſe, in der Abſicht, ein ungeheures Feuer zu machen.

Leider widerſetzte ſich etwas der Verwirklichung ſeiner guten Abſicht: ſeit dem Morgen war der Holz⸗ vorrath erſchöpft.

Piton kratzte ſich hinter dem Ohre. Der Reſt ſei⸗ nes Geldes war, wie man ſich erinnert, für Anſchaffung eines Vorraths von Holz und Brod verbraucht worden.