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Die Mutter Fagot ſchüttelte den Kopf und er⸗ wiederte: 2
„Ich hätte ſie müſſen ausgehen ſehen: meine Thüre öffnet ſich gegen die ihrige, und es iſt ſelten, daß ſie nicht beim Erwachen ein wenig heiße Aſche bei uns holt; damit erwärmt ſich die liebe arme Frau den ganzen Tag;— nicht wahr, Nachbar Farolet?“
Dieſe Anrufung war an einen neuen Schauſpieler gerichtet, der, ſeine Thüre bei dem Geräuſche ebenfalls öffnend, ſich ins Geſpräch miſchte.
„Was ſagen Sie, Madame Fagot?“
„Ich ſage, die Tante Angélique ſei nicht ausge⸗ gangen. Haben Sie ſie geſehen?“
„Nein, und ich möchte ſogar behaupten, ſie ſei noch zu Hanſe, in Betracht, daß, wenn ſie aufgeſtanden und ausgegangen wäre, die Läden offen ſein müßten.“
„Das iſt wahr,“ ſprach Pitou.„Ah! mein Gott! ſollte meiner armen Tante ein Unglück widerfahren ſein?“
„Das iſt möglich,“ antwortete die Mutter Fagot.
Es iſt mehr als möglich, es iſt wahrſcheinlich,“ bemerkte ſententiös Herr Farolet.
„Ah! bei meiner Treue, ſie war nicht ſehr zärtlich gegen mich,“ ſagte Piton;„doch gleichviel, das würde mir weh thun... Wie kann man ſich hierüber Sicher⸗ heit verſchaffen?“
„Gut!“ ſprach ein dritter Nachbar;„das iſt keine große Schwierigkeit; man braucht nur Herrn Rigolet, den Schloſſer, holen zu laſſen.“
„Soll das geſchehen, um die Thüre zu öffnen, ſo iſt es unnöthig,“ verſetzte Piton;„ich pflegte ſie mit meinem Meſſer zu öffnen.“
„Nun wohl, ſo öffne, mein Junge,“ ſprach Herr Farolet;„wir werden da ſein, um zu bekräftigen, daß Du nicht in einer ſchlimmen Abſicht geöffnet haſt.“
Piton zog ſein Meſſer aus der Taſche; dann näherte er ſich in Gegenwart von einem Dutzend durch das Er⸗


