Teil eines Werkes 
Denkwürdigkeiten eines Arztes : Vierte Abteilung, Die Gräfin von Charny : 27.-33. Bändchen (1855) Mémoires d'un médecin
Entstehung
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Pitou kehrte in aller Eile zurück, um Catherine die gute Kunde zu überbringen. Er hatte ſich erlaubt, den für die Hochzeit beſtimmten Termin um zwei Tage vor⸗ zurücken, und er befürchtete ſehr, dieſes Vorrücken werde Catherine zuwider ſein.

Catherine ſchien aber nicht ärgerlich hierüber, und Piton ſchwebte im ſiebenten Himmel.

Nur verlangte Catherine, daß Piton einen zweiten Beſuch bei Tante Angélique mache, um ihr genau den Tag der Hochzeit anzuzeigen und ſie einzuladen, der Feier beizuwohnen.

Das war die einzige Verwandte von Piton, und obgleich es keine ſehr zärtliche Verwandte war, mußte Piton doch ſeinerſeits ein artiges Benehmen beobachten.

Dem zu Folge begab ſich Piton am Donnerſtag Morgen nach Villers⸗Coterets, um der Tante einen zweiten Beſuch zu machen.

Es ſchlug neun Uhr, als er vor dem Hauſe ankam.

Diesmal war Tante Angélique nicht vor der Thüre, und die Thüre war ſogar, als ob Tante Angélique Pitou erwartet hätte, geſchloſſen.

Piton dachte, ſie ſei ausgegangen, und war ent⸗ zückt von dieſem Umſtande. Der Beſuch war gemacht, und ein zärtlicher, ehrfurchtsvoller Brief würde die Rede, die er an ſie zu halten im Sinne gehabt, erſetzen.

Da Piton aber vor Allem ein gewiſſenhafter Junge, ſo klopfte er an die Thüre, ſo gut ſie geſchloſſen war, und da Niemand auf ſein Klopfen antwortete, ſo rief er.

Bei dem doppelten Lärmen, den Pitou rufend und klopfend machte, erſchien eine Nachbarin.

Ah! Mutter Fagot, fragte Piton;wiſſen Sie nicht, ob meine Tante ausgegangen iſt?

Antwortet ſie nicht? ſagte die Mutter Fagot.

Nein, wie Sie ſehen! ohne Zweifel iſt ſie aus⸗ wärts.