Teil eines Werkes 
Denkwürdigkeiten eines Arztes : Vierte Abteilung, Die Gräfin von Charny : 27.-33. Bändchen (1855) Mémoires d'un médecin
Entstehung
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Pétion ſchwierig geweſen wäre, ſich zu vertheidigen; glücklicher Weiſe öffnete ſich die Thüre, und Röderer, der Syndicus der Commune, ſagte dem Maire von Paris zu Hülfe kommend:

Herr Pétion, der König erwartet Sie.

Pétion trat ein.

Der König erwartete wirklich Pétion mit Ungeduld.

Ah! Sie da, Herr Pétion! ſagte er.Wie ſteht es mit der Stadt Paris?

Petion ertheilte ihm Bericht über den Zuſtand der Stadt.

Haben Sie mir nichts mehr zu ſagen? fragte der önig.

Nein, Sire, antwortete Pétion.

Der König ſchaute Pétion ſtarr an.

Nichts mehr?. durchaus nichts mehr?

Pétion war ganz befremdet, da er dieſes Drängen des Königs nicht begriff.

Der König ſeinerſeits wartete, daß Pétion die Hand an ſein Auge lege; das war, wie man ſich erinnert, das Zeichen, durch welches der Maire von Paris andeuten ſollte, gegen die von ihm empfangenen zweimalhundert tauſend Franken könne der König auf ihn rechnen.

Peétion kratzte ſich am Ohre, legte aber den Finger gans und gar nicht an ſein Auge.

er König war alſo getäuſcht worden: ein Betrü⸗ ger hatte die zweimalhundert tauſend Franken eingeſteckt.

Die Königin trat ein.

Sie kam gerade in dem Augenblicke, wo der König nicht mehr wußte, welche Frage er an Pétion machen ſollte, und wo Pétion eine neue Frage erwartete.

Nun, ſagte die Königin leiſe,iſt er unſer Freund?

Nein, erwiederte der König,er hat kein Zeichen gemacht.

Dann ſei er unſer Gefangener!