22
„Kann ich mich entfernen, Sire?“ fragte Pétion den König.
„Um Gottes willen, laſſen Sie ihn nicht gehen!“ ſagte Marie Antoinette.
„Nein, mein Herrz in einem Augenblicke werden Sie frei ſein; doch ich habe noch mit Ihnen zu ſprechen,“ fügte der König die Stimme erhebend bei:„Treten Sie alſo in dieſes Cabinet ein.“
Das hieß Allen, die im Cabinet waren, ſagen: „Ich vertraue Euch Herrn Pöétion; bewacht ihn und laßt ihn nicht weggehen.“
Diejenigen, welche im Cabinet waren, begriffen ſie umringten Pötion, der ſich gefangen ühlte.
ſich gegen einen Befehl, der ihm zugekommen, ſich auf das Stadthaus zu begeben.
Die Feuer kreuzten ſich; man verlangte Mandat auf dem Stadthanſe, wie man Pétion in den Tuilerien verlangt hatte.
Es widerſtrebte Mandat ſehr, der Aufforderung zu entſprechen, und er entſchloß ſich nicht ſogleich hiezu.
Was Pétion betrifft, er befand ſich mit dreißig in einem kleinen Cabinet, wo man zu vier beengt war.
„Meine Herren,“ ſagte er nach einem Augenblicke, „es iſt unmöglich, länger hier zu bleiben: man erſtickt.“
Das war die Meinung von Jedermann: auch wi⸗ derſetzte ſich Niemand dem Abgange von Pétion; nur folgte ihm Jedermann.
Dann wagte man es auch vielleicht nicht, ihn offen zurückzuhalten.
Er wählte die erſte die beſte Treppe; dieſe Treppe führte ihn in ein Zimmer des Erdgeſchoßes, das auf den Garten ging.
Er befürchtete einen Angenblick, die Thüre des Gar⸗
tens werde geſchloſſen ſein: ſie war offen.
Zum Glücke war Mandat nicht da: Mandat ſträubte
S ce8
———,——
—


