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„Es iſt beſonders mein letzter Wunſch.“
Charny verbeugte ſich, und als er bei der Thüre Madame Campan begegnete, die ſich zu den Prinzeſ⸗ ſinnen begab, ſagte er zu ihr:
„Madame, fordern Sie Ihre Hoheiten auf, in ihre
Taſchen zu ſtecken, was ſie Koſtbarſtes haben: wir können
jeden Augenblick genöthigt ſein, das Schloß zu ver⸗ laſſen.“
Sodann, während Madame Campan die Auffor⸗ derung der Frau Prinzeſſin von Lamballe und Madame Eliſabeth mittheilte, näherte er ſich noch einmal der Königin und ſprach:
„Madame, es iſt unwöglich, daß Sie nicht irgend eine Hoffnung außer der Unterſtützung unſerer materiel⸗ len Stärke haben; iſt dem ſo, ſo vertrauen Sie ſich mir: bedenken Sie, Madame, daß ich morgen, um dieſe Stunde, den Menſchen oder Gott über das, was hier vorgefallen iſt, werde Rechenſchaft zu geben haben.“
„Nunwohl, mein Herr, erwiederte die Königin,„man mußte zweimalhunderttauſend Franken Pétion und fünf⸗ zigtauſend Danton zuſchicken; gegen dieſe zweimalhun⸗ dertundfünfzigtauſend Franken hat man bei Danton er⸗ langt, er werde zu Hauſe bleiben, und bei Pétion, er werde ins Schloß kommen.“
„Aber, Madame, ſind Sie Ihrer Vermittler ſicher?“
„Pétion iſt ſo eben gekommen, wie Sie mir geſagt haben?“
„Ja, Madame.“
„Das iſt ſchon etwas, wie Sie ſehen.“
„Das iſt nicht genug... Man hat mir geſagt, man habe dreimal nach ihm geſchickt, ehe er gekom⸗ men ſei.“
„Gehört er uns,“ ſprach die Königin,„ſo muß er, mit dem König redend, ſeinen Zeigefinger auf ſein linkes Augenlid legen.“
Die Gräfin von Charny. VI. 2


