Teil eines Werkes 
Denkwürdigkeiten eines Arztes : Vierte Abteilung, Die Gräfin von Charny : 27.-33. Bändchen (1855) Mémoires d'un médecin
Entstehung
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Seine Frau ſtieß einen ſchwachen Seufzer aus und ließ ihren Kopf auf die Lehne ihres Stuhles zurückfallen.

Lucile glaubte, ſie weine, und achtete ihren Schmerz.

Nach einem Augenblicke aber, als ſie ſah, daß ſie ſich nicht rührte, weckte ſie Camille auf; dann ging ſie auf Madame Danton zu: die arme Frau war ohn⸗ mächtig.

Die erſten Strahlen des Morgens glitten durch die Fenſter; der Tag verſprach ſchön zu werden, doch der

Himmel war, als ſollte das ein unglückliches Vorzeichen ſein, blutfarbig.

CXLIV. Die Uacht vom 9. auf den 10. Auguſt.

Wir haben geſagt, was im Hauſe der Tribunen ſich ereignete; ſagen wir nun auch, was fünfhundert Schritte von da in der Wohnung der Königin vorfiel.

Hier weinten und beteten auch Frauen; ſie weinten vielleicht noch reichlicher: Chateaubriand hat es geſagt, die Augen der Fürſten ſind gemacht, um eine größere Quantität Thränen zu enthalten.

Laſſen wir indeſſen Jedem Gerechtigkeit widerfahren: Madame Eliſabeth und Frau von Lamballe weinten und beteten; die Königin betete, weinte aber nicht.

Man hatte zur gewöhnlichen Stunde zu Nacht ge⸗ ſpeiſt: Nichts ſtörte den König in ſeinen Mahlen.

Als man die Tafel verließ, und während Madame Eliſabeth und Frau von Lamballe ſich in das unter dem